Montag, 19. August 2013

Captain America - The First Avenger (USA 2011)

Darsteller: Chris Evans, Hugo Weaving; Hayley Atwell
Regie: Joe Johnston


Das Setting im zweiten Weltkrieg war für einen Marvel- Film etwas ungewöhnlich, aber Captain America wurde ja ursprünglich auch als Propaganda-Material verwendet und Nazis geben immer gute Bösewichte ab.
Positiv finde ich hier, dass der Held ausnahmsweise mal kein Einzelkämpfer ist, sondern einen kleinen Trupp Soldaten befehligt. Enttäuschend fand ich hingegen den Oberschurken Red Skull.
Und amüsantesten fand ich die Verbindung zu Howard Stark (dem Vater von Tony Stark), der eine nicht gerade kleine Rolle spielt.

Der Anfang war mir zu viel Peter Parker & Spiderman, mit einem Hauch Wolverine, aber alles in allem solide Unterhaltung mit einem ordentlichen Schuss Patriotismus.




Freitag, 16. August 2013

Eden Lake (GB 2008)

Darsteller:  Michael Fassbender, Kelly Reily, Jack O'Connell
Regie: James Watkins


'Eden Lake' (GB 2008) ist wohl einer der schrecklichsten Filme, die ich gesehen habe. Nicht unbedingt wegen der expliziten Gewalt, sondern eher wegen der widerlichen Realität, die dahinter steht.

Jenny und Steve wollen ein romantisches Wochenende an einem entlegenen See verbringen. Doch die Idylle wird je zerstört, als eine Gruppe asozialer Jugendlicher auftaucht, angeführt von Brett und seinem Rottweiler. Die Gang ist auf Krawall aus und so lassen die ersten (vorerst) verbalen Auseinandersetzungen nicht lange auf sich warten. Als Brett aus Provokation Steve's Auto klaut, beginnt die Situation zu eskalieren.
Konfrontiert mit dem Diebstahl kommt es zu Handgreiflichkeiten und Steve tötet in Notwehr Brett's Hund. Dieser sinnt auf Rache und die Jagd auf das junge Paar beginnt.
Während Steve überwältigt, halbtot geprügelt und misshandelt wird, kann Jenny entkommen und macht sich auf die fast aussichtslose Suche nach Hilfe....
Alles was danach noch kommt (inklusive dem Ende) ist einfach nur bitterböse!




 Als ich den Film das erste Mal gesehen habe, war sich fassungslos und wütend. Einfach nur wütend auf dieses asoziale Pack, dass einen Menschen zu Tode quält und das ganze noch mit dem Handy filmt. Und wütend auf die ebenfalls asozialen Eltern, die ihren gewalttätigen Kindern nichts entgegenzusetzen haben.
Das Traurige daran ist ja, dass es bittere Realität ist. Man braucht sich nur mal die Schlagzeilen in Erinnerung zu rufen, von Menschen, die von solchen Gruppen in der Öffentlichkeit ins Koma oder zu Tode geprügelt wurden.





 

Montag, 12. August 2013

Shame (GB 2011)

Darsteller: Michael Fassbender, Carey Mulligan, Nicole Beharie
Regie: Steve McQueen

Mit Sicherheit ein Film, den man sich nicht einfach nur ansieht, sondern der auch nachwirkt.
Für mich sehr beeindruckend, sehr intensiv und sehr verstörend.
Und um es gleich vorweg zu nehmen: wer ein Problem mit der expliziten Darstellung von Sexualität hat, der sei gewarnt, der Film ist diesbezüglich schonunglos.



Erzählt wird die Geschichte zweier Geschwister:
Brandon ist Single, attraktiv, lebt in einer schicken Wohung, ist erfolgreich im Beruf und bei den Frauen. Sein ganzes Leben wirkt bestens organisiert, aber Brandon ist sexsüchtig.
Seine Schwester Sissy ist Musikerin, psychisch eher labil, verletztlich, anlehnungsbedürftig und wirkt eher etwas kindlich.


Als Sissy aufgrund eines Engagements bei ihrem Bruder einzieht, gerät dessen Welt völlig aus dem Fugen. Krampfhaft versucht Brandon seine Sucht vor ihr geheim zu halten. Unfähig, seine Zwänge ausleben zu können, staut sich seine (sexuelle) Frustration immer weiter auf, was Sissy immer mehr zu spüren bekommt. Als sie ihn dann eines Tages im Badezimmer dabei erwischt, wie er sich selbst befriedigt, rastet Brandon völlig aus und die Situation eskaliert. Nach einem erneuten Streit verlässt er die Wohnung, um sich hemmungslos seiner Sucht hinzugeben. Die immer verzweifelter werdenden Anrufe seiner Schwester igoniert er völlig, bis es fast zu spät ist....
Es schmerzt schon fast zuzusehen, wie Sissy ihren Bruder gerade zu um Zuneigung und Anerkennung anfleht und er fast völlig unfähig ist, ihrem Bedürfnis nachzukommen.




Aber genau genommen spielt in „Shame“ nicht nur die Beziehung der Geschwister eine Rolle, sondern vorallem auch die Sexsucht und die daraus resultierende Unfähigkeit Gefühle zuzulassen. Letzteres wird meiner Meinung nach schon fast zu authentisch dargestellt. Es gibt für mich zwei Schlüsselszenen, die diese Krankheit in ihren Facetten widerspiegeln:

1. Brandon bandelt mit einer Arbeitskollegin an, die er offensichtlich wirklich mag. Er flirtet mit ihr, er geht mit ihr aus, sie kommen sich langsam näher. Sex spielt erstmal keine Rolle. Als sie sich dann jedoch in einem Hotel treffen und es intim wird, versagt Brandon auf ganzer Linie. Nachdem seine Kollegin gegangen ist, bestellt er sich eine Prostituierte (?) aufs Zimmer, mit der er dann Sex hat.


2. Nach der Eskalation mit seiner Schwester und dem frustrierenden Erlebnis mit seiner Kollegin, geht Brandon auf die Jagd nach einem möglichen Sexualpartner. In einer Bar gräbt er wahllos eine Frau an. Diese geht auch anfangs darauf ein, ihre männliche Begleitung findet das allerdings gar nicht lustig und Brandon kassiert ordentlich Prügel. Immer noch nicht zum Zug gekommen, landet er schließlich aus purer Verzweiflung im Dark Room einer Bar für Homosexuelle und lässt sich dort von einem anderen Mann oral befriedigen. Um sich im Anschluß daran, zwei Prostituierte (?) zu suchen, mit denen er sich verausgabt. 




Beide Male dachte ich mir: Wie kra(nk)ss ist das denn?!
Aber genau so soll es ja sein. Es spiegelt genau das wieder, was diese Menschen wirklich sind, nämlich krank. Der Zwang nach Befriedigung wird so übermächtig, dass alles andere kaum noch eine Rolle spielt und Emotionen sind eher hinderlich. Irgendwann spielt es für diese Menschen auch keine Rolle mehr, wer oder was der nächste Sexualpartner ist, so lange der Zwang befriedigt wird.


Dummerweise habe ich mir viele Meinungen zu dem Film angesehen und bei einigen kann ich nur sagen: setzen, 6! Thema verfehlt!
Zum einen der Vorwurf der Pornografie:Ja, der Film ist sehr freizügig, aber ich kann darin nichts erotisches oder erregendes erkennen. Dazu ist die Thematik und die Darstellung zu ernst.
Zum zweiten der Vorwurf der Gefühlslosigkeit: Ja, aber genau darum geht es doch! Es geht um jemanden, der sexsüchtig ist und gleichzeitig (oder gerade deswegen) nicht in der Lage, Gefühle zu zulassen.






Ich sage das wirklich nur sehr selten, aber in diesem Fall sage ich es: unbedingt ansehen!!!
Und sich auf das Thema einlassen.
 
 
 
 


 

Dienstag, 23. Juli 2013

Haywire - Trau' keinem (USA 2011)

Darsteller: Gina Carano, Ewan McGregor, Michael Fassbender, Channing Tatum, Michael Douglas, Antonio Banderas
Regie: Steven Sonderbergh


Der Agentin einer Spezialeinheit der US-Regierung wird von ihrem Boss und ihren Auftraggebern eine Falle gestellt, um sie aus dem Verkehr zu ziehen.
Sie überlebt, dreht den Spieß um und nimmt Rache.

Tja, und mehr gibt es zu dem Film auch nicht zu sagen...
Ich bin generell kein großer Fan von Action-Filmen und habe mich nur durch das große Star-Aufgebot dazu hinreißen lassen, ihn mir anzusehen.
Ich habe noch nie einen so seltsamen, undurchsichtigen, langatmigen Film gesehen. Und er wird nicht gerade dazu beitragen, dass ich Action-Filme jetzt mehr mag...
Namhafte Schauspieler mal wieder sinnlos verheizt.




Montag, 22. Juli 2013

Fish Tank (GB 2009)

Darsteller: Katie Jarvis, Michael Fassbender, Kierston Wareing
Regie: Andrea Arnold


Portrait der britischen Unterschicht.
Die 15-jährige Mia lebt mit ihrer Alkoholabhängigen Mutter und ihrer kleinen Schwester in einem Vorstadt-Ghetto. Mias Alltag besteht aus Alkohol und Gewalt. Sie ist von der Schule geflogen, Regeln kennt sie nicht, von elterlicher Fürsorge ganz zu schweigen. Nur im tanzen findet Mia Trost.
Da steht eines morgens Connor vor ihr, der neue Lover ihrer Mutter.




 Anfangs hasst Mia Connor, aber Connor ist anders: er schenkt den Mädchen Aufmerksamkeit und Zuneigung und übernimmt nach ein paar Tagen komplett die Vaterrolle. Endlich scheint Normalität und Stabilität einzukehren. Connor überredet Mia sogar, bei einem Casting vorzutanzen. Aus Mias anfänglicher Abneigung wird Schwärmerei und aus Schwärmerei werden Gefühle. Sie reagiert zunehmend aggressiv und eifersüchtig auf ihre Mutter, weil sie es nicht mehr ertragen kann, dass diese mit Connor zusammen ist. Doch Mias Gefühle scheinen nicht einseitig zu sein und als Connor in einem schwachen Moment mit ihr schläft, verlässt er am nächsten morgen Hals über Kopf die Familie. Für Mia und ihre Schwester bricht eine Welt zusammen und Mias Mutter gibt sich wieder dem Alkohol hin.
Aber Mia will nicht aufgeben. Sie macht Connor ausfindig und will ihn zurückholen. Connor wimmelt sie ab und als Mia ihn erneut aufsucht, erfährt sie die ganze schmutzige Wahrheit ...




 Ein Film, der einen emotional mitnimmt und eigentlich wünscht man sich ja für Mia ein Happy End, weil sie einem einfach nur leid tut. Ein Teenager ohne Perspektive, der ständig vom Leben enttäuscht wird. Einer von vielen, mit einem ähnlichen Schicksal.

Dickes Lob an die junge Hauptdarstellerin Katie Jarvis: ganz großes Kino!
Und Michael Fassbender als Connor ist mal wieder hinreißend ;))



Sonntag, 23. Juni 2013

Ice Age 4 - Voll verschoben (USA 2012)

mit den Stimmen von: Ray Romano, Denis Leary, John Leguizamo
Regie: Michael Berg und Mike Thurmeier



Der vierte Teil der Ice Age Reihe spielt einige Jahre nach dem dritten. Aus Mannis kleiner Tochter Peaches ist inzwischen ein hübscher Teenager geworden. Sie hat ein Auge auf einen Mammutjungen geworfen, was Manni überhaupt nicht passt. Mitten im dicksten Familienstreit setzt die Kontinentalverschiebung ein.
Manni, Sid und Diego werden von den anderen getrennt und treiben auf einer Eisscholle auf dem Ozean.
Sie werden von einem schrägen Haufen Piraten aufgelesen, angeführt von dem noch schrägeren Kaptain Utan.
Manni sieht in dem Schiff die Möglichkeit nach Hause zu seiner Familie zu gelangen und tatsächlich gelingt es den Freunden beim nächsten Landgang, die Piraten auszutricksen und das Schiff in ihre Gewalt zu bringen.
Doch so einfach geben diese sich nicht geschlagen und nehmen die Verfolgung auf.
Gleichzeitig schlagen sich Ellie, Peaches, Crash, Eddie und Peaches Freund Louis auf dem Landweg zum vereinbarten Treffpunkt durch.
Als sich endlich alle wiederfinden, tauchen Kaptain Utan und seine Crew auf und es kommt nochmal zum großen Showdown.

Wie immer bei Ice Age, eine gute Story, nette Charaktere und viel Humor.
Habe lange nicht mehr so herzhaft gelacht. Die Vater- Tochter-Geschichte von Manny & Peaches war einfach nur goldig! Und Sid's Oma war der Brüller!

Mit Ice Age kann man nichts falsch machen, ich finde alle Teile klasse



Shark Night 3D ( leider ohne 3D) - USA 2011

Darsteller: Sara Paxton, Dustin Milligan, Chris Carmak, Katharine McPhee
Regie: David R. Ellis


Nicht ganz so billig wie Piranha 3D, aber die Story ist schon haarsträubend: verschmähter Lover nimmt Rache an seiner Ex, in dem er Haie in einen See aussetzt, an dem sie ein feuchtfröhliches Wochenende mit ihrer neuen Clique verbringen will.
Ja nee, is klar....
Es gibt viel Blut und viele Haie: weißer Hai, Hammerhai, Bullenhai, Mako, Zigarrenhai und einen als Tigerhai betitelten Sandtigerhai. Man muss ihnen lassen, seit Deep Blue Sea die beste CGI, die ich gesehen habe.

Nett anzusehen, nette (Schock) Effekte, akzeptable Laufzeit, aber kein Hochleistungskino.
Vielleicht wirkt er in 3D auch besser, als in 2D....