Freitag, 6. Juni 2014

Prometheus (USA/GB 2012)

Darsteller: Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron, Idris Elba, Guy Pearce
Regie: Ridley Scott


In der Anfangssequenz sieht man einen noch ursprünglichen Planeten und ein fremdartiges humanoides Wesen, einen sogenannten "Engineer". Dieser trinkt eine Schale voll mit schwarzer Flüssigkeit. Daraufhin zersetzt sich langsam sein Körper, fällt ins Wasser und erschafft damit neues Leben. (Es könnte sich hierbei durchaus um die Erde handeln, es wird aber nicht näher definiert)

Isle of Skye, Schottland im Jahre 2089:
die beiden Wissenschaftler Dr. Elisabeth (Ellie) Shaw and Dr. Charles (Charly) Holloway entdecken in einer Höhle uralte Malereien, die Menschen mit riesigen Wesen zeigen, die zu den Sternen deuten. Ein Fund, der den Beiden nicht ganz unbekannt ist, wie sich später herausstellen wird.

An Bord des Forschungsschiffes Prometheus, 2093 (irgendwo im Weltall):
man sieht den Androiden David, wie er seine tägliche Routine absolviert und wie er sich mit Sport, Fernsehen und anderen Dingen die Zeit vertreibt. Unter anderem erlernt David alle möglichen antiken Sprachen und Schriften. Alle anderen Passagiere befinden sich noch im künstlichen Tiefschlaf. Als David eines Tages wieder einmal unterwegs ist, stoppt plötzlich das Schiff. David eilt zur Brücke und erhält die Nachricht, dass sie nach über zwei Jahren Reise ihr Ziel erreicht haben. Durch das Cockpit sieht er eine bestimmte Planetenkonstellation.
David macht sich auf, um die restliche Crew aus dem Tiefschlaf zu wecken und trifft dabei auf Meredith Vickers, die Leiterin der Expedition, die bereits selbstständig aufgewacht ist. Sie fragt David, ob es während des Flugs irgendwelche Zwischenfälle gegeben hat. Als er dies verneint, schickt sie ihn los, die anderen aufzuwecken und zu versorgen. Unter den restlichen Crew-Mitgliedern befinden sich auch Shaw und Holloway. Beim anschließenden Essen bekommt man einen ersten Eindruck von den einzelnen Charakteren, die später nochmal eine Rolle spielen werden.
Im Anschluß findet das Briefing für die gesamte Crew statt. Den Anfang macht eine Video-Hologramm des Sponsors der Expedition, Peter Weyland, der zum Zeitpunkt der Ausstrahlung schon verstorben ist. Weyland gibt einen Überblick über die Geschehnisse und über das Ziel der Expedition. Ausserdem stellt er David vor, zu dem er offensichtlich eine besondere emotionelle Beziehung hat. Am Ende seiner Botschaft übergibt Weyland das Wort an Shaw und Holloway. Die Beiden präsentieren ihre Forschungsergebnisse anhand von Höhlenmalereien, die aus unterschiedlichen Epochen stammen und von völlig unterschiedlichen Kulturen angefertigt wurden. Und doch zeigen sie alles ein und dasselbe Bild: Menschen mit riesigen Wesen, die zu den Sternen deuten und zwar auf die immer gleiche Sternenkonstellation. Genau an diesem Punkt ist die Prometheus heute angekommen. Sie erhoffen sich, hier die Antwort auf die Frage zu finden, woher wir stammen und wer uns erschaffen hat.
Dies stößt auf Skepsis bei einigen der anderen Wissenschaftler. 


Nach dem Briefing werden Ellie und Charly in die Räume von Meredith Vickers gebeten. Diese lebt mehr oder weniger auf den Rettungsboot der Prometheus und ist eine Person, die jegliche Art von Risiken scheut. Sie stellt klar, dass was immer Shaw und Holloway auf dem Planeten finden, sie sofort an Vickers zu berichten haben und keine eigenen Schritte, ohne ihre Zustimmung, einleiten dürfen.

Captain Janek bereitet zusammen mit seinen Co-Piloten die Landung auf dem fremden Planeten vor. Nach Eintritt in die Atmosphäre bietet sich ihnen ein eher karges Bild: Wüste mit Felsformationen, aber kein Wasser oder gar Vegetation.
Bei der Suche nach einem geeigneten Landeplatz fällt Charly eine merkwürdige Anordnung von Kuppeln auf, die seiner Meinung nach unmöglich natürlichen Ursprungs sein können. Er bittet den Captain, das Schiff in der Nähe zu landen. 
Der erste Forschungstrupp macht sich bereit, um die Kuppel näher zu erforschen: Shaw, Holloway, David, Dr. Ford, der Biologe Millburn und der Geologe Fifield. Die Atmosphäre auf dem Planeten ist höchst toxisch, weshalb alle gezwungen sind, Raumanzüge mit einer Luftversorgung zu tragen. Während alle ihre Anzüge anziehen und ihr Equipment zusammen suchen, kommt es zur ersten verbalen Auseinandersetzung zwischen Charly und David. Es ist offensichtlich, dass Charly ein Problem mit dem Androiden hat, doch wird nicht weiter darauf eingegangen. Es kristallisiert sich jedoch heraus, dass auch David eine Abneigung gegen Charly entwickelt. 
Als der Trupp Wissenschaftler an der Kuppel ankommt, entdecken sie einen schmalen Splat, durch den sie in das Innere gelangen. Jeder ist mit zwei Kameras ausgestattet, so dass Captain Janek und Vickers an Board der Prometheus alles beobachten können. Die Aufgabe von Fifield ist es, eine virtuelle 3D-Karte des merkwürdigen Gebildes anzufertigen. Fifield schickt kleine Drohnen los, die mit Hilfe von Sonar eine Karte erstellen, die wiederum direkt in den Kontrollraum der Prometheus übertragen und dort abgebildet wird. Anhand dieser Karte ist auch ersichtlich, wo genau sich jedes einzelne Mitglied des Forschungstrupps gerade aufhält. Während Fifields Sonden mit dem Kartografieren beschäftigt sind, findet sich die Gruppe Wissenschaftler in einem Labyrinth von Gängen und Kammern wieder. Im Gegensatz zu außen, ist die Atmosphäre im Innern der Kuppel reich an Sauerstoff und überhaupt nicht toxisch. Allen Warnungen zum Trotz nimmt zuerst Charly seinen Helm ab, dann auch alle anderen.
Als sie durch einen der Hauptgänge wandern, entdeckt David Schriftzeichen an der Wand. Er betrachtet sie sich aus der Nähe und als er sie mit dem Finger nachfährt, triggert er ein Video-Hologramm. In der Sequenz sieht man riesige Wesen, die den Gang entlang gerannt kommen. Gepackt von Neugier und der Vorahnung, dass es sich dabei um die Wesen von den Höhlenmalereien handeln könnte, nimmt der Trupp Wissenschaftler die Verfolgung auf. Das Hologramm endet an einer Tür, hinter der die Wesen verschwinden. Alle, bis auf eines, das vor der Tür hinfällt und liegen bleibt. 


Und tatsächlich liegt der Leichnam noch vor der geschlossenen Tür. Zumindest der Körper, denn der Kopf wurde von der Tür abgetrennt und befindet sich wahrscheinlich auf der anderen Seite. Über der Tür befinden sich ebenfalls die fremdartigen Schriftzeichen und neben der Tür sind mehrere Felder, die Tasten oder Schalter sein könnten. Charly bittet David, mit der Übersetzung der Schriftzeichen zu beginnen. Shaw und Ford machen sich an die Untersuchung des Leichnams, der schon in einem Grad der Versteinerung befindet. 
Fifield ist die ganze Sache überhaupt nicht geheuer und er beschließt, mit Millburn, den Rückweg zur Prometheus anzutreten. Der Rest bleibt, um den Fund weiter zu untersuchen.
Ellie datiert den Todeszeitpunkt des Wesens auf vor über 2000 Jahre. Charly ist darüber zutiefst entäuscht, hatte er doch gehofft, Antworten zu finden. Während alle mit dem Leichnam beschäftigt sind, gelingt es David, durch drücken der richtigen Tastenkombination, die Tür zu öffnen. Direkt dahinter liegt der Kopf des Wesens, in einem sehr guten Zustand, da der Raum durch die geschlossene Tür vollkommen abgeriegelt war. Doch außer dem Kopf entdecken sie noch etwas anderes: der Boden steht voll mit Vasen aus einem metallischen Material und an der Decke befindet sich eine Malerei, die ein humanoides Wesen zeigt. Shaw und Ford machen sich daran, den Kopf zu verpacken, um ihn mit zur Prometheus zu nehmen, Charly und David sehen sich weiter im Raum um.
Da unterbricht sie eine Nachricht von der Prometheus, eine Sturmfront zieht auf und die Gruppe soll sofort zum Schiff zurückkehren.  Bevor sie den Raum verlassen, schafft es David noch, unbemerkt eine der Vasen einzupacken. 
Als sie die Kuppel verlassen, baut sich in der Tat ein gewaltiger Sandsturm auf. Eilig treten sie mit ihren Quads den Rückweg an, doch auf den letzten Metern holt sie der Sturm ein. Während David und Ford es noch sicher in den Hangar schaffen, verliert Ellie in den Turbulenzen die Tasche mit dem geborgenen Schädel. Ohne lange zu überlegen, springt sie hinterher, wird vom Sturm erfasst und bleibt an einem Felsen hängen. Als Charly sieht, was mit Ellie passiert ist, wendet er und fährt hinter ihr her. Das Quad wird umgerissen, doch er kann Ellie erreichen und beide klammern sich verzweifelt am Felsen fest. Da geht plötzlich eine Seitentür der Prometheus auf und David erscheint. Er sichert sich an einer Seilwinde, springt direkt in den tobenden Sturm und landet relativ genau bei Shaw und Holloway. Mit einem Karabiner sichert David Ellie und gibt den beiden ein Zeichen. Daraufhin betätigt er die Seilwinde und alle Drei (inkl. dem Schädel) werden sicher zurück an Bord gezogen. Während Charly Ellie mit Vorwürfen über ihr verantwortungsloses Verhalten bombadiert, erkundigt sich David nach ihrem Wohlergehen und Ellie bedankt sich bei ihm für die Rettung.


In der Zwischenzeit befinden sich Millburn und Fifield noch immer in der Kuppel und haben sich hoffnungslos verlaufen. Captain Janek nimmt Funkverbindung mit ihnen auf und erklärt, dass aufgrund des Sturms kein Trupp aufbrechen kann, um sie zurückzuholen. Davon sind die beiden Wissenschaftler wenig begeistert, doch sie fügen sich ihrem Schicksal. Auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz stoßen sie auf ein äußerst beunruhigendes Bild: eine ganze Gruppe von den riesigen Wesen, alle tot und bei einigen scheint der Brustkorb von innen heraus aufgebrochen worden zu sein.
Irritiert und verängstigt wandern Millburn und Fifield weiter und kommen schließlich zu dem Raum mit den Vasen zurück, den sie zu Anfang mit den anderen entdeckt hatten. Auch hier bietet sich ein beunruhigender Anblick: aus den Vasen läuft eine dickflüssige schwarze Masse aus. Trotz aller Widrigkeiten beschließen die Beiden, hier ihr Nachtlager aufzuschlagen. Doch zur Ruhe kommen sie erst gar nicht, als Millburn plötzlich ein schlangenähnliches Wesen entdeckt, dass sich in der schwarzen Flüssigkeit bewegt. Als Biologe ist sofort seine Neugier geweckt. Während Fifield lieber Abstand hält, nähert sich Millburn dem Wesen. Dies attackiert ihn, umschlingt seinen Arm und drückt immer fester zu. Fifield eilt Millburn zur Hilfe, doch beim Versuch, das Wesen von Millburns Arm zu schneiden, verätzt er sich mit dem Blut des Wesens das ganze Gesicht. Fifield fällt tot zu Boden, direkt in die schwarze Flüssigkeit. Obwohl er das Wesen in zwei Hälften geschnitten hat, ist es nicht tot. Ihm wächst ein neuer Kopf und es verstärkt den Druck auf Millburns Arm so sehr, dass dieser bricht. Als Millburn vor Schmerz aufschreit, schlüpft das Wesen in seinen Mund und verschwindet in seinem Inneren. Von alle dem hat man an Bord der Prometheus nichts mitbekommen. 

Während Shaw, Ford und David sich daran machen im Labor den Schädel zu untersuchen, sind Charly und Vickers nur stumme Beobachter. Wie sich herausstellt, ist das Äußere des Schädels nicht versteinert, sondern es handelt sich dabei um eine Art Helm. Als David den Helm abnimmt, kommt darunter ein Gesicht hervor, dass schon fast menschlich sein könnte. Der Kopf ist in einem tadellosen Zustand, deshalb beschließt Shaw die Nerven mit Strom zu stimulieren, um zu sehen, ob sie noch reagieren. Tatsächlich fangen die Muskeln an zu zucken und das Gesicht bewegt sich. Doch als der Strom hochgedreht wird, gerät das Experiment außer Kontrolle und der Schädel zerplatzt. Charly verlässt daraufhin kopfschüttelnd das Labor. Shaw und Ford beginnen mit einer DNA-Analyse des Wesens. 
Auch David verlässt das Labor und man sieht ihn, wie er eine Unterhaltung mit jemandem führt, der in einer Schlafkammer liegt und den man nicht sieht. Nachdem David das Zimmer verlassen hat, wird er von Vickers abgefangen, die ziemlich energisch von ihm verlangt, ihr zu sagen, was sein Gesprächspartner gesagt hat. Als David sich weigert, will sie ihn zwingen, erkennt jedoch, dass es wenig Sinn hat. Deutlich wird jedoch, wie sehr Vickers David hasst.
Nach der Konfrontation mit Vickers und dem Gespräch mit der noch unbekannten Person, fängt David  an, die Vase zu untersuchen, die er unbemerkt an Bord geschmuggelt hat. Darin befinden sich Kapseln, die die schwarze Flüssigkeit enthalten. David bricht eine Kapsel auf, entnimmt einen Tropfen der Flüssigkeit und weiß auch schon genau, was er damit machen will. 
Im Aufenthaltsraum trifft er auf Charly, der inzwischen schon ziemlich betrunken ist. David bietet ihm eine weitere Flasche Alkohol an und die Beiden kommen ins Gespräch. Als Charly David erklärt, dass er bereit ist alles dafür zu tun, um seine Antworten zu bekommen, schenkt David ihm ein Glas ein und lässt unauffällig den Tropfen schwarze Flüssigkeit hineinfallen. Charly trinkt es in einem Zug aus. 
Im Labor machen Shaw und Ford inzwischen eine unglaubliche Entdeckung: die DNA des Wesens stimmt exakt mit unserer menschlichen DNA überein. 
In ihrem Quartier versucht Ellie das Videomaterial auszuwerten, dass sie auf der ersten Expedition aufgenommen haben, als plötzlich Charly mit einer Rose auftaucht. Es hatte sie eingefroren, um damit ihre Entdeckung feiern zu können. Als Ellie ihm vom Ergebnis der DNA-Analyse erzählt, zeigt Charly sich wenig beeindruckt. Die Beiden beginnen zu streiten, versöhnen sich jedoch recht schnell wieder und verbringen die Nacht miteinander.


Am nächsten Morgen fühlt sich Charly hundeelend und mit einem Blick in den Spiegel entdeckt er, dass sich irgendetwas in seinem Körper ausbreitet, das dort nicht hingehört.
Trotzdem schließt er sich dem Rettungstrupp an, der unter Führung von Captain Janek aufbricht, um nach Millburn und Fifield zu suchen. Ellie und David sind auch mit dabei.
An der Kuppel angekommen, teilt sich die Gruppe. David wird losgeschickt, um nach einer von Fifields Drohnen zu suchen, die Signale ausgesendet hat, die auf eine Lebensform hindeuten. Allerdings sind die Signale unregelmässig und David soll der Sache auf den Grund gehen.  Der Rest macht sich auf die Suche nach den beiden verschwundenen Wissenschaftlern. Im Raum mit den Vasen stoßen sie auf den Leichnam von Millburn, von Fifield fehlt jedoch jegliche Spur. Als Janek sich Millburns Leiche etwas genauer ansehen will, taucht plötzlich das schlangenartige Wesen aus Millburns Innerem auf und verschwindet wieder in der schwarzen Flüssigkeit. Da bricht Charly von Krämpfen geschüttelt zusammen. Seine Haut weisst starke Veränderungen auf, er wirkt fiebrig und hat ungeheuerliche Schmerzen. Shaw besteht darauf, ihn sofort zurück zur Prometheus zu bringen.

Zur gleichen Zeit hat David die Drohne ausfindig gemacht, die die widersrüchlichen Signale aussendet. Sie schwebt vor einer geschlossenen Tür. Als David die Tür öffnet, sieht er vor sich ganze Türme der Vasen und gelangt durch einen schmalen Gang in einen Raum, in dem sich Schlafkammern befinden, die denen der Prometheus ähnlich sind, wenn sich die Crew im Tiefschlaf befindet. Alle scheinen nicht mehr funktionstüchtig zu sein. Alle, bis auf eine, in der sich tatsächlich einer der Riesen befindet, die sie in dem Video-Hologramm gesehen haben und seine Vitalfunktionen sind noch vorhanden.
Doch das ist nicht alles, David entdeckt einen Sitz, vor einer Art Schaltpult. Er sitzt sich und drückt einige der Knöpfe. Damit triggert er erneut ein Video-Hologramm. Es zeigt die Riesen, wie sie in den Raum kommen und sich in ihre Schlafkammern begeben. Einer von ihnen nimmt in dem Sitz platz, spielt eine kurze Melodie und aktiviert damit das Schaltpult. Dann beginnt auch er, bestimmte Knöpfe zu drücken und die Sequenz ist vorbei. David nimmt die Pfeife vom Schaltpult, spielt die gehörte Melodie nach und aktiviert damit ebenfalls das Schaltpult und eine Hologramm-Karte, die alle möglichen Galaxien und Sternenbilder zeigt. In der Mitte der Karte befindet sich ein bekannter Planet, die Erde. Doch durch Charlys bedenklichen Gesundheitszustand ist auch David gezwungen, mit dem Rest des Trupps zur Prometheus zurückzukehren.
Auf dem Rückweg verschlechtert sich Charlys Zustand dramatisch und Ellie fordert über Funk ein medizinisches Rettungsteam an, dass sie am Hangar erwarten soll.
Doch am Hangar wartet kein Rettungsteam, sondern Meredith Vickers mit einem Flammenwerfer, die mit allen Mitteln versuchen will, den kranken Charly daran zu hindern, an Bord zu kommen. Da Charly weiß, dass er sterben wird, läuft er direkt auf Vickers zu. Diese setzt ihn in Brand und Charly stirbt. 
Daraufhin bricht Ellie zusammen und kommt erst auf der Krankenstation wieder zu sich, als David sie gerade untersuchen will. Beim Scan stellt David fest, dass Ellie schwanger ist. Für sie ein Ding der Unmöglichkeit, dann Ellie kann keine Kinder bekommen. Mit dem Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, verlangt sie einen Schwangerschaftsabbruch. David weigert sich und schlägt ihr stattdessen vor, sie wieder in den künstlichen Tiefschlaf zu versetzen, bis sie zur Erde zurückgekehrt sind. Ellie ist damit nicht einverstanden und wird hysterisch. Daraufhin betäubt David sie. Als Ellie erneut zu sich kommt, sind Ford und ein Assistent gerade dabei, sie auf den künstlichen Schlaf vorzubereiten. Ellie gelingt es, die beiden zu überwältigen und zu flüchten. Im Quartier von Vickers befindet sich ein sogenannter MedPod, der alle möglichen Eingriffe durchführen kann. Ellie besteigt den Apparat und lässt eine Unterleibsoperation vornehmen. Doch das, was aus ihrem Inneren zum Vorschein kommt, ist alles andere, als ein menschlicher Fötus. Zutiefst entsetzt, verlässt Ellie den MedPod und sperrt das Wesen darin ein. Mit einer ordentlichen Portion Desinfektionsmittel glaubt sie, das Wesen getötet zu haben.
Gleichzeitg taucht vor dem Hangar der Prometheus Fifield auf. Oder zumindest das, was von ihm übrig ist. Er ist vollkommen mutiert und als der Hangar sich öffnet, geht er ohne Vorwarnung auf die Crew los. Etliche sterben, bevor es Captain Janek und seinem Co-Piloten gelingt, den Mutant zu töten.
Während überall an Bord die Alarmsignale ertönen, läuft Ellie benommen und mit Schmerzmittel vollgepumpt orientierungslos durch die Gänge. Als sie stehen bleibt, sieht sie David, wie er einem uralten Mann in einen Raumanzug hilft. Bei dem Mann handelt es sich um niemand anderen, als um Peter Weyland, der die Mission finanziert hat. Eigentlich hätte Weyland schon längst tot sein sollen, aber er hat sich die ganze Zeit über an Bord befunden und hofft nun von dem letzten lebenden Wesen, die Antwort auf die Frage nach ewigem Leben. 
Auch wenn ihr Gesundheitszustand nach dem Eingriff nicht der beste ist, will Ellie an dieser letzten Expedition teilnehmen, denn auch sie hat Fragen an das Wesen, dass sie 'Engineer' nennt.
Im Aufenthaltsraum trifft Ellie auf Janek, der gerade von seiner Begegnung mit dem mutierten Fifield zurückkehrt. Die beiden unterhalten sich und sind sich schnell darüber einig, dass keines dieser Wesen jemals die Erde erreichen darf.
Bevor die Gruppe um Peter Weyland aufbricht, findet noch ein Gesräch zwischen ihm und Meredith Vickers statt, aus dem hervorgeht, dass sie seine Tochter ist. Weyland wirkt ihr gegenüber sehr schroff und es wird klar, dass er für sie nie viel übrig hatte und David ihr vorgezogen hat.


Dann macht sich die Gruppe endlich auf den Weg und David führt sie direkt in den Raum, in dem der letzte lebende Engineer in seiner Kammer ruht. In dem Raum davor entdeckt Ellie tausende der dunklen Vasen, die fein säuberlich an den Wänden aufgetürmt sind. Als sie den Engineer erreichen, öffnet David die Kammer und das Wesen erwacht. Erstaunt blickt es auf die Menschen und David versucht, mit den erlernten Sprachen, Kontakt aufzunehmen. Zuerst scheint dies auch zu funktionieren, bis sich Ellie in die Konversation einmischt und unsanft mit einem Schlag in den Bauch zum Schweigen gebracht wird. Daraufhin wird der Engineer wütend und geht auch die Gruppe los. Er reißt David den Kopf ab und schlägt Weyland damit nieder. Danach nimmt er sich Ford und die beiden Leibwächter vor. In dem ganzen Tumult kann Ellie entkommen. Sie sieht noch, wie der Engineer das Schaltpult aktiviert, sich auf dem Pilotensitz niederlässt und das Raumschiff startklar macht. Sein Ziel: die Erde.

An Bord der Prometheus haben Janek, Vickers und die beiden Copiloten das Massaker an den Bildschirmen verfolgt. Vickers gibt Janek den Befehl, nach Hause zurückzukehren. Janek will gerade das Schiff startklar machen, als sich Ellie über Funk meldet und erklärt, dass es sich bei der Kuppel in Wirklichkeit um einen Hangar für ein Raumschiff handelt und dieses Raumschiff wird Kurs auf die Erde nehmen. Janek wirft daraufhin einen Blick auf die 3D-Karte und tatsächlich lässt sich dort eindeutig die Struktur eines Raumschiffes erkennen. Ellie fleht ihn an, um jeden Preis zu verhindern, dass das fremde Raumschiff den Planeten verlässt. Ansonsten ist keine Erde mehr da, zu der sie zurückkehren könnten. Janek erkennt, dass es nur einen sicheren Weg gibt, den Engineer aufzuhalten und bittet Vickers, sich zu ihrer Rettungskapsel zu begeben. Diese verlässt sofort das Cockpit, als sie begreift, was Janekt vorhat. Er stellt die gleiche Bitte an seine Copiloten, doch diese weigern sich, die Prometheus zu verlassen. 
Als das Raumschiff des Engineers abhebt, gibt Janek vollen Schub und steuert die Prometheus mitten in das andere Schiff hinein. Ellie beobachtet die Kollision vom Boden aus und sieht auch Vickers, die mit ihrer Rettungskapsel gerade unsanft landet. Als die Trümmer der beiden Raumschiffe zu Boden stürzen, rennen die beiden Frauen um ihr Leben. Vickers wird von den Trümmern erschlagen, während Ellie wie durch ein Wunder überlebt. Völlig entkräftet schafft sie es noch zur Rettungskapsel, die zwar beschädigt, aber noch funktionsfähig ist und betritt sie. Als Ellie sich im Inneren umsieht, entdeckt sie den Raum mit dem Medpod, in dem sie den fremdartigen Fötus aus sich herausoperiert hat. Wie sich herausstellt, ist das Wesen nicht tot, sondern quicklebendig und zu einer beachtlichen Größe herangewachsen. Entsetzt weicht Ellie von der Tür zurück, aber das Wesen ist in dem Raum gefangen. Sie ist gerade dabei, ein paar nützliche Dinge zu packen, als sich plötzlich David über Funk bei ihr meldet. Der Android ist offensichtlich noch funktionsfähig und warnt Ellie davor, dass der Engineer den Absturz überlebt hat und sich nun auf dem Weg zu ihr befindet. Kaum hat David seine Nachricht beendet, hört Ellie auch schon die Tür aufgehen. Sie will noch schnell in Deckung gehen, aber der Engineer hat sie schon entdeckt und stürmt auf sie zu. Es gelingt ihr, den Engineer in Richtung der Tür zur Krankenstation zu locken und als er sie packt, betätigt Ellie den Türöffner. Sofort kommt das riesige tintenfischartige Wesen zum Vorschein, greift sich den Engineer und wirft ihn zu Boden. Bevor es sich auch Ellie greifen kann, ist diese schon verschwunden und bricht draußen völlig erledigt zusammen. Erneut reißt sie Davids Stimme aus ihren Gedanken. Der Android ist "erleichtert" darüber, dass sie noch am Leben ist und bittet sie, zu ihm zu kommen und ihn zu bergen. Zuerst sieht Ellie keinen Sinn darin, doch David versichert ihr, dass er sie von dem Planeten wegbringen kann. In den anderen Kuppeln befinden sich weitere Rauschiffe und David weiß, wie er sie navigieren und steuern muß. Das überzeugt Ellie schließlich und sie macht sich auf den Weg zu ihm. Als Ellie den Androiden findet, ist sein Kopf zwar abgetrennt, aber er ist tatsächlich noch voll funktionsfähig. Während Ellie sich daran macht, David zu bergen, fragt dieser sie, ob er sie zurück zur Erde bringen soll. Sie verneint dies und fordert David auf, sie zur Heimat der Engineers zu bringen. Dort erhofft Ellie zu erfahren, warum sie die Erde, die sie geschafffen hatten, wieder vernichten wollten.
In der nächsten Einstellung sieht man ein Raumschiff davonfliegen.

Während Ellie und David den Planeten wieder verlassen haben, tut sich in der Rettungskapsel etwas. Man sieht die Leiche des Engineers, daneben liegt das tote Wesen. Plötzlich gerät der tote Körper des Engineers in Bewegung und aus seinem Inneren bricht ein weiteres Wesen hervor, dass sozusagen den Prototyp des bekannten Alien darstellt.


Fazit:
für mich einer der besten Science Fiction Filme überhaupt.
Konzipiert als Prequel zur Alien-Reihe, fällt es mir persönlich schwer, den Film dort zu zuordnen. Bis auf die letzten Minuten, in denen ein Alien zu sehen ist, verfolgt der Film nämlich eine ganz eigene Story und bildet noch lange nicht den Übergang zu Alien. Was bei vielen Fans zu heftiger Kritik geführt hat, gefällt mir sehr gut, da ich Prometheus lieber als eigenständigen Film betrachte.
Typisch Ridley Scott, lässt der Film zum Schluss mehr Fragen offen, als er beantwortet, aber auch darin liegt für mich der Reiz. Ich habe Prometheus an die 20x gesehen und noch immer fallen mir Dinge auf, die ich vorher nicht wahrgenommen habe. Deshalb wird der Film auch nie langweilig.

Es gibt aber tatsächlich eine eindeutige Parallele  zu Alien: getragen wird der Film von einer starken weiblichen Hauptdarstellerin, die unfreiwillig an Ellen Ripley erinnert. Ob das gewollt ist oder nicht, lassen wir mal offen. Neben David und Janek gehört Shaw auch zu meinen Lieblingsfiguren, weil man sie am Anfang leicht unterschätzt und sie sich dann als ganz schön harter Hund entpuppt.
Großen Spaß macht mir auch David, der sich komplett von allen Androiden unterscheidet, die man bisher in den Alien-Filmen gesehen hat. Und ich frage mich immer wieder, das seine Motivation hinter den Dingen ist, die er tut. So ganz glaube ich nicht daran, dass es sich um absoluten Gehorsam gegenüber seinem Schöpfer handelt, denn dazu ist David zu selbstständig.

Kurz und knapp kann ich sagen: großartiger Film, mit einer genialen Story, großartigen Charakteren und einem enormen Staraufgebot. Ich werde ihn mir bestimmt noch ein paar Mal ansehen.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Der Grüffelo (GB/DE 2009)

Mit den Stimmen von: Christian Ulmen, Heike Makatsch und Otto Sander
Regie: Max Lang und Jakob Schuh


Die kleine Maus ist hungrig und beschließt, zum Haselnussbaum auf dem Hügel zu marschieren. Doch dazu muss sie den Wald durchqueren, was für ein so kleines Tier ziemlich gefährlich ist. Der Magen knurrt unerbittlich und sie macht sich auf den Weg.
Weit kommt die kleine Maus allerdings nicht, als plötzlich der Fuchs vor ihr steht. So ein Happen kommt ihm gerade recht und er will das Mäuschen zum (als) Essen in seinen Bau einladen. Dumm ist die Maus nicht und sie weiß ganz genau, was ihr im Fuchsbau blüht. Da hat sie eine Idee: dankend lehnt sie die Einladung des Fuchs ab und erklärt ihm, dass sie schon mit dem Grüffelo verabredet ist. Verwundert schaut der Fuchs sie an. Von einem Grüffelo hat er noch nie gehört. Sofort fängt das Mäuschen an, ihren erfundenen Freund zu beschreiben und lässt auch nicht aus, dass der Grüffelo gern Fuchs am Spieß verspeist. Als der Fuchs von dem grässlichen riesigen Tier mit den fürchterlichen Klauen und Zähnen hört, nimmt er schnell reißaus.
Die kleine Maus jedoch freut sich darüber, wie sie mit ihrer Geschichte den Fuchs in die Flucht geschlagen hat und setzt ihren Weg fort.


Während sich die Maus noch über die Dummheit des Fuchs amüsiert, bemerkt sie einen Schatten über sich und ehe sie sich versieht, hat die Eule sie geschnappt und auf einen Ast geschleppt.
So ein leckerer Happen kommt der Eule gerade recht und sie lädt sie kleine Maus ihn ihre Höhle ein. Doch die lehnt dankend ab und erklärt der Eule, dass sie ja schon mit dem Grüffelo verabredet ist. Verwirrt blickt die Eule die Maus an. Von einem Grüffelo hat sie noch nie gehört. Die Maus lässt sich nicht zweimal bitten und beschreibt der Eule ihren imaginären Freund in schaurigen Details und erwähnt natürlich auch, dass der Grüffelo am liebsten Eule mit Zuckerguß isst. Als die Eule von feurigen Augen, schrecklichen Tatzen und giftigen Warzen hört, fliegt sie schnell fort und lässt die Maus zurück. Diese klettert fröhlich vom Baum herunter und lacht über die Dummheit der Eule. 
Gutgelaunt setzt sie ihren Weg zum Haselnussbaum fort, denn sie hat immer noch großen Hunger. Sie kommt an einen kleinen Teich, den sie mutig durchquert, als sie eine Schlange bemerkt.


Bevor sie weiß, wie ihr geschieht, hat sie die Schlange schon eingewickelt und will die Maus in ihr Nest bringen. Unser Mäuschen ist nicht auf den Mund gefallen und erklärt auch der Schlange, dass sie ja schon mit dem Grüffelo verabredet ist und deshalb leider nicht mitkommen kann.
Verwundert hält die Schlange inne und sieht die Maus fragend an. Von einem Grüffelo hat sie ja noch nie gehört. Da denkt sich die Maus erneut eine grausige Beschreibung für den Grüffelo aus und betont besonders, dass der Grüffelo unheimlich gern Schlangenpürree verzehrt. Als die Schlange von Stacheln am Rücken, einer laaangen Zunge und knotigen Knien hört, schlängelt sie blitzschnell davon.
Und wieder lacht die Maus über die Dummheit der anderen. Offensichtlich glaub ihr jeder die Geschichte vom Grüffelo. Höchst zufrieden setzt sie ihren Weg fort und gelangt in einen sehr dünsteren und unheimlichen Teil des Waldes. Den muss die Maus noch durchqueren, dann ist sie endlich am Hügel und damit auch am Haselnussbaum angekommen.


Doch oh Schreck, welch grässliches Wesen sitzt dort unter dem Baum? Mit feurigen Augen, schrecklichen Klauen, fürchterlichen Zähnen, giftigen Warzen und Stacheln auf dem Rücken. Der Maus wird ganz mulmig zumute, denn dort sitzt tatsächlich ein Grüffelo. Der sieht auch schon das Mäuschen kommen und schnappt es sich geschwind. Amüsiert betrachtet er seine kleine Beute und verrät der Maus, dass er sie jetzt zusammen mit einem Butterbrot verspeisen wird.
In ihrer Not hat die Maus eine Geistesblitz und sagt ganz frech, dass dies ja gar nicht sein könne, da alle Tiere im Wald Angst vor ihr hätten. Der Grüffelo fängt lauthals an zu lachen, doch die Maus will es ihm beweisen und fordert ihn auf, hinter ihr herzugehen. Gespannt, was jetzt passiert, willigt der Grüffelo ein und die beiden marschieren los. 


Als sie eine Weile gelaufen sind, begegnen sie der Schlange. Die kleine Maus grüßt die Schlange fröhlich, doch die Schlange nimmt sie gar nicht wahr. Sie schaut nur starr vor Schreck auf den Grüffelo, der hinter der Maus steht. Schnell verabschiedet sich die Schlange und verzieht sich unter einen Holzstapel. Die Maus schaut zufrieden zum Grüffelo hinauf, der beeindruckt ist.
Sie marschieren weiter und hören wenig später die Eule rufen. Freundlich grüßt die Maus die Eule, doch diese starrt nur auf den Grüffelo. Hastig verabschiedet sich die Eule und fliegt eilig davon. Wieder schaut die kleine Maus den Grüffelo an und der zeigt sich erneut beeindruckt.
Als sie ein gutes Stück weitergelaufen sind, treffen sie auf dem Weg den Fuchs. Die Maus grüßt ihn freundlich, doch auch der Fuchs starrt nur sprachlos auf den Grüffelo. Völlig verängstigt verabschiedet er sich und rennt davon. Höchst zufrieden dreht sich die Maus zum Grüffelo um und sieht ihn an.


Doch ganz so beeindruckt, wie sie gehofft hatte, ist er dann leider doch nicht. Sein Hunger auf die kleine Maus ist immer noch groß und als er sie sich schnappen will, knurrt unüberhörbar der Magen der Maus. Sie sieht den Grüffelo erneut an und sagt ihm, dass jetzt gut eine Portion Grüffelogrütze vertragen könnte.
Der Grüffelo schaut die Maus an, überlegt kurz und flüchtet schreiend in den Wald.

Zufrieden sammelt die Maus eine Haselnuß auf, setzt sich in Ruhe auf einen Stein und verspeist die Nuß mit großem Appetit.


Fazit:
ein herzallerliebster Animationsfilm, nach dem gleichnamigen Kinderbuch, der mit seiner kurzen Laufzeit von ca. 27 Minuten auch gut für kleine Kinder geeignet ist. Die Geschichte ist wirklich liebevoll gestaltet und die Charaktere gut getroffen.
Meine Tochter und ich sind große Fans des Buches und auch der Film hat uns sehr gut gefallen.
Uneingeschränkt empfehlenswert.





Montag, 14. April 2014

Noah (USA 2014)

Darsteller: Russell Crowe, Jennifer Connelly, Anthony Hopkins, Emma Watson, Logan Lerman, Ray Winstone
Regie: Darren Aronofsky


Der Schöpfer erschuf Adam und Eva als die ersten Menschen. Nach dem Sündenfall vertrieb er sie aus dem Paradies. Adam und Eva bekamen drei Söhne: Kain, Abel und Seth. Als Kain seinen Bruder Abel erschlug, musste er fliehen und daraus entstand das Volk der Kinder des Kains. Ein wildes kriegerisches Volk, ohne jegliche Achtung vor anderen Lebewesen und der Welt in der sie leben. Sie bauen Städte, betreiben Minen und hinterlassen nichts weiter als Zerstörung. 
Hingegen sind die Kinder des Seth ein friedliebendes Volk, die die Natur und den Schöpfer achten und es sogar ablehnen, Fleisch zu essen. Doch im Gegensatz zu den Kindern Kains, existieren von ihnen nur noch einige Wenige. Zu den Letzten dieses Volkes gehören Noah und sein Vater Lamech. Als Noahs Vater ihm das Vermächtnis seines Volkes übergeben will, taucht plötzlich Kubal-Cain, Anführer der Kinder Kains, mit einigen seiner Männer auf. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, in der Noahs Vater getötet wird. Noah selbst, kann sich verstecken und somit entkommen.

Viele Jahre später, lebt er mit seiner Frau und den drei Söhnen als Einsiedler in einer unwirtschaftlichen Welt. Alles ist karg, es gibt kaum noch Vegetation und die Resourcen sind knapp. Als Noah mit seinen beiden ältesten Söhnen Shem und Ham auf der Suche nützlichen Dingen ist, treffen sie auf einen Trupp Jäger (Kinder des Kains), die ein verwundetes Tier verfolgen. Obwohl sich die Jäger außerhalb ihrer Grenze befinden, wollen sie sich die fette Beute nicht entgehen lassen. Noah stellt sich ihnen in den Weg, es kommt zum Kampf und Noah tötet die Jäger. Zu Hause erzählt er seiner Frau Naameh davon. Die Beiden sind zutiefst besorgt, denn soweit haben sich die Kinder Kains bisher noch nie in ihr Land vorgewagt. In der Nacht hat Noah eine Vision: er sieht, wie der Schöpfer alles Leben auf der Erde vernichtet. Nur er, Noah, überlebt.
Am nächsten Morgen beschließt die Familie, ihr zu Hause zu verlassen. Es ist nicht mehr sicher und sie wollen sich auf die Suche nach Noahs Großvater Methusalem machen. In seiner Vision hat Noah auch Methusalems Berg gesehen und dort erhofft er sich von dem alten, weisen Mann, dass dieser die Zeichen deuten kann. Und so machen sie sich auf den Weg. Vorallem für die Kinder ist es eine lange und gefährliche Reise. 


Auf ihrem Weg kommen sie zu einer verlassenen Mine der Kinder des Kains. Alles ist schon halb verfallen und es scheint, als wäre hier seit Jahren niemand mehr gewesen. Doch der Schein trügt, beim näherkommen entdecken die Reisenden einige noch recht frische Leichen. Dem Anschein nach ebenfalls Wanderer, so wie sie. Die Familie will sich schon abwenden, als sie einen leisen Hilfeschrei vernehmen. Und tatsächlich findet Shem ein kleines Mädchen, dass zwar schwer verletzt, aber noch am Leben ist. Sie wollen sich gerade um die Wunde der Kleinen, die Ila heißt, kümmern, als am Rand der Mine eine Gruppe Jäger auftaucht. Noah und seine Familie rennen um ihr Leben, doch die Jäger sind ihnen dicht auf den Fersen. Sie erreichen den Rand einer Steinwüste, das Land der Wächter, doch lassen sie sich davon nicht aufhalten. Zuerst bleiben die Jäger an der Grenze zurück, doch dann nehmen einige wagemutige die Verfolgung wieder auf. Kurze Zeit später haben sie die Familie eingeholt. Noah stellt sich ihnen entgegen, bereit, seine Familie zu beschützen, als etwas unglaubliches geschieht. Die Felsen fangen an, sich zu bewegen. Die Wächter erwachen und sie sind gar nicht gut auf die Menschen zu sprechen. Noch bevor die Jäger wissen, wie ihnen geschieht, sind sie tot. Noah und seine Familie hingegen, werden eingefangen und fortgeschleift. In einem Canyon kommen sie wieder zu sich. Vom Rand aus beobachten sie einige der Wächter und beschließen, sie dort unten verrecken zu lassen.
In der Nacht geschieht etwas Unvorhergesehenes. Eines der Wesen verhilft Noah und seiner Familie zur Flucht und führt sie ausserdem noch zu Methusalems Berg. Unterwegs erzählt der Wächter ihnen, woher die Wut auf die Menschen kommt. Einst waren sie Engel und als Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben werden sollten, ergriffen sie Partei und stellten sich gegen den Schöpfer. Dieser war darüber so zornig, dass er sie ein für alle Mal auf die Erde verbannte. Allerdings nicht in ihrer ursprünglichen Form, sondern missgestaltet müssen sie seitdem auf der Erde wandeln. Doch nicht alle Menschen sind schlecht, deshalb hat er beschlossen, Noah zu helfen. Am Berg angekommen, machen Noah und Shem sich an den beschwerlichen Aufstieg. Der Rest bleibt in der Obhut des Wächters zurück. 
Hoch oben auf dem Berg, versteckt in einer Höhle, lebt Methusalem. Der alte Mann heißt Noah und sienen Sohn herzlich willkommen und Noah erzählt ihm von seiner Vision. Doch so richtig schlau wird auch Methusalem nicht daraus. Methusalem gibt Noah einen Tee zu trinken, der ihn in einen tiefen Schlaf fallen lässt. Noah hat eine erneute Vision und dieses Mal ist alles viel klarer als zuvor: Gott wird alles Leben mit einer gigantischen Flut hinfort spülen, doch Noah und seine Familie werden auf einem riesigen Schiff überleben. Und auch Tiere sind an Bord, von jeder Art ein Paar, damit auch sie gerettet werden können. Als Noah erwacht, weiss er endlich, was seine Bestimmung ist. Zum Abschied überreicht Methusalem ihm ein Samenkorn, dass er einpflanzen soll.
Zurück am Fuß des Berges, ist Noah gerade dabei das Samenkorn zu pflanzen, als plötzlich eine Gruppe Wächter auftaucht. Sie sind gekommen, um ihren Kumpanen, der der Familie verbotenerweise geholfen hat, zu holen und zu bestrafen. Gerade als sie ihn wegschleppen wollen, bricht die Erde auf und dort wo das Samenkorn gepflanzt wurde, strömt Wasser heraus. Aus einem kleinen Rinnsal wird ein Bach und schließlich ein Fluß, der immer weiter und weiter fließt. Überall rund um das Wasser beginnen aus dem Nichts Bäume, Pflanzen und Gräser zu wachsen und schon bald ist alles von einem dichten grünen Wald umgeben. Ehrfürchtig betrachten die Wächter dieses Wunder und erklären sich bereit, Noah beim Bau seines Schiffes zu unterstützen. So beginnt der Bau der Arche, wie sie genannt wird, die groß genug werden muß, damit alle Tiere auf ihr Platz finden.


Jahre vergehen, Noahs älteste Söhne sind inzwischen erwachsen geworden und auch Ila ist zu einer jungen Frau herangewachsen. Shem und Ila sind ein Paar, was den Neid von Shems Bruder Ham hervorruft. Da sie die Letzten ihres Volkes sind, wird es für ihn unmöglich sein, selbst eine Frau zu finden. Doch auch die Beziehung von Shem und Ila ist nicht einfach, denn aufgrund ihrer alten Verletzungen ist Ila nicht in der Lage, Kinder zu bekommen. Somit werden die Kinder Seths mit Noahs Familie aussterben.
Der Bau der Arche schreitet gut voran, das Schiff ist schon fast fertig, als die ersten Tiere eintreffen. Ein gigantischer Schwarm Vögel fliegt auf das Schiff zu und lässt sich im Inneren nieder. Doch so ein riesiger Schwarm Vögel bleibt nicht unentdeckt und so tauchen schon bald Kinder Kains mit ihrem Anführer Kubal-Cain am Rand der Lichtung auf. Ungläubig bestaunen sie das riesige Schiff und wissen nicht so recht, was sie von diesem Anblick halten sollen. Doch beim Anblick der vielen steinernen Wächter, wagen sie sich nicht näher heran und ziehen vorerst wieder ab. Doch Noah weiß, dass sie wiederkommen werden, sobald der Regen anfängt und dann wird das Zusammentreffen nicht ganz so friedlich ablaufen. Fieberhaft arbeiten alle daran, die Arche fertigzustellen, während die Kinder Kains ganz in der Nähe der Baustelle eine Siedlung errichten. Schon bald darauf, tauchen die Insekten, Reptilien und Amphibien auf und suchen sie ebenfalls ihre Plätze im Inneren der Arche. Langsam aber sicher beginnt sich dieser zu füllen und Noah ahnt, dass ihm nicht mehr sehr viel Zeit bleiben wird, bis die große Flut kommt.
Und Noah hat noch etwas anderes zu tun. Damit seine Söhne Ham und Japhet nicht mehr allein sind, macht er sich auf zur Siedlung der Kinder Kains, um Frauen für seine Söhne zu finden. Der Anblick, der sich ihm dort bietet, lässt ihm jedoch das Blut in den Adern gefrieren. Er erlebt eine grausame und rücksichtslose Gesellschaft. Die Menschen dort sind völlig verroht und für ein Stück Fleisch sogar bereit, ihresgleichen zu opfern. Nun versteht Noah, warum der Schöpfer sie zur Strafe vernichten will. Entäuscht und angewidert kehrt er zur Arche zurück. Als Ham seinen Vater ohne die versprochene Frau zurückkehren sieht, ist er nicht nur maßlos entäuscht, sondern es entbrennt auch ein heftiger Streit. Dies bleibt auch Noahs Frau nicht verborgen. Nameeh sorgt sich um ihre Söhne und schleicht sich heimlich davon, um sich Rat bei Methusalem zu holen. Sie bittet den alten Mann darum, dass ihre Söhne doch noch Frauen finden, damit das Geschlecht Seths nicht mit ihnen ausstirbt. Direkt kann Methusalem hier nicht eingreifen, doch er hat eigene Pläne, wie er das Fortbestehen seiner Sippe sichern kann.
Zur gleichen Zeit, beschließt Ham, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Er macht sich auf den Weg zur Siedlung, um selbst nach einer Frau für sich zu suchen. Zwischen all den fremden bösartigen Menschen und in dem ganzen ihm unbekannten Trubel fühlt Ham sich sichtlich unwohl, doch da entdeckt er in einer Grube eine junge Frau. Behutsam nähert er sich ihr. Zuerst will das völlig verängstigte Mädchen ihn wegjagen, doch als sie erkennt, dass von Ham keine Gefahr ausgeht, lässt sie zu, dass er sich zu ihr setzt und mit ihr redet. Das Mädchen heißt Na'el und die beiden finden Gefallen aneinander. 


In der Zwischenzeit sind auch die letzten Tiere, die Säugetiere, an der Arche eingetroffen und im Inneren des Schiffs ist nun jeder Platz belegt. Noah weiß, dass der Regen nun jeden Moment einsetzen kann, als ihm auffällt, dass Ham verschwunden ist. Sofort machen er und Ila sich auf die Suche. Während Noah den Weg in Richtung der Siedlung einschlägt, sucht Ila im Wald. Dort trifft sich völlig unverhofft auf Methusalem. Der alte Mann hat seine Höhle verlassen, um nach Nahrung zu suchen. Als er Ila entdeckt, begrüßt er sie herzlich und bittet sie, ihr seinen Segen geben zu dürfen. Ila willigt etwas verwirrt ein und merkt, wie eine Veränderung in ihr vorgeht.
Plötzlich beginnt es zu regnen und Ila macht sich eilig auf den Rückweg zur Arche. Methusalem bleibt zufrieden zurück. Mit dem einsetzenden Regen bricht Hektik in der Siedlung der Kinder Kains aus. Ham, der weiß, was der Regen zu bedeuten hat, nimmt Na'el mit sich und macht sich ebenfalls auf den Weg zurück zur Arche. Der Regen wird immer stärker und auch die Kinder Kains schlagen den Weg zu Noahs Boot ein. In wilder Panik fliehen sie vor dem Wasser und treiben Ham und Na'el vor sich her. Auf halber Strecke trifft das Pärchen auf Noah, der glücklich ist, seine Sohn zu sehen, aber Na'el kaum Beachtung schenkt. Als er sieht, wer seinem Sohn dicht auf den Fersen ist, rennen die Drei in Richtung Schiff. Als Na'el stolpert und fällt, will Ham umkehren, um sie zu holen, doch sein Vater hält ihn zurück. Noah will seinen Sohn retten, das Mädchen ist ihm egal. Entsetzt muss Ham mitansehen, wie Na'el von der panischen Menschenmasse niedergetrampelt wird. Als Noah und Ham die Lichtung erreichen, sehen sie, dass die Wächter einen Verteidigungsring um die Arche geschlossen haben. Bereit, alle zu töten, die das Schiff stürmen wollen. Zögerlich bleiben die Kinder Kains bei diesem Anblick auf Abstand, doch der Regen wird immer heftiger und ihr Anführer Kubal-Cain treibt sie an. Als die ersten Krieger auf die Wächter prallen, entbrennt ein erbitterter Kampf. Zuerst sieht es so aus, als würden die menschlichen Krieger den Steinriesen nichts anhaben können. Doch mit großer Sorge beobachten Noah und seine Familie, wie ein Wächter zu Fall gebracht und in Stücke geschlagen wird. Zum Schluß ist nur noch ein Wächter übrig, der verzweifelt versucht, den nicht kleiner werdenden Strom Menschen aufzuhalten. Schließlich fällt auch er im Kampf und Noah und seine Söhne rüsten sich zur Verteidigung. 
Angesichts der großen Übermacht schwinden schnell ihre Kräfte, als sich plötzlich der Boden öffnet und riesige Wasserfontänen emporschießen. Schnell ist ein Großteil der Gegner weggespült und Noah kann sich endlich mit seiner Familie in die Arche zurückziehen. In dem ganzen Chaos ist es Kubal-Cain tatsächlich gelungen, verletzt aber unbemerkt an Bord zu gelangen.


So finster wie es im Inneren der Arche ist, so ist auch die Stimmung der Familie. Tagelang sind die Schreie der Ertrinkenden zu hören, bis endlich absolute Stille herrscht. 
Ham, der immer noch wütend auf seinen Vater ist, entdeckt in einer abgelegenen Ecke des Schiffes den verwundeten Kubal-Cain. Dieser kann den Jungen geschickt davon überzeugen, ihn nicht zu verraten, sondern ihm zu helfen. Und auch Ila fühlt sich nicht gut. Zur großen Verwunderung aller, ist sie schwanger. Doch die Freude darüber teilen nicht alle. Noah ist darüber äußerst aufgebracht, widersetzen sie sich damit doch dem Willen des Schöpfers. Stumm brütet er vor sich hin und überlegt, was zu tun ist. Er fasst einen folgenschweren Entschluß und erklärt, dass er das Neugeborene töten wird, sofern es als Mädchen zur Welt kommt. Er will beugt sich damit dem Willen des Schöpfers und verhindert, dass sich die Menschen erneut fortpflanzen. Alle sind zutiefst entsetzt über seine Worte und Shem schwört, seinen Vater zu töten, sollte er sein Kind anfassen. 
Die Zeit vergeht, der Tag der Geburt rückt immer näher und auch der blinde Passagier hat sich zum größten Teil von seinen Verletzungen erholt. Obwohl noch kein Land in Sicht ist, beschließen Shem und Ila die Arche zu verlassen. Mit einem Floß und Vorräten wollen sie aufbrechen und so ihr Kind retten. Doch soweit kommt es nicht. Als Noah von ihrem Plan erfährt, steckt er kurzer Hand das Floß in Brand. In dem ganzen Tumult sieht Kubal-Cain seine Chance gekommen. Er befiehlt Ham, seinen Vater in den hinteren Teil des Schiffes zu locken, damit er ihn übewältigen und töten kann. Ham gehorcht und lockt seinen Vater unter einem Vorwand direkt zu Kubal-Cain. Dieser stürzt sich auf Noah und ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt. Doch als Kubal-Cain Noah töten will, greift Ham ein und rettet seinen Vater. 
Vor lauter Aufregung, setzen bei Ila die Wehen ein. Sie bringt Zwillinge zur Welt, beides Mädchen. Verzweifelt versucht Nameeh ihren Mann davon zu überzeugen, dass es sich bei den Säuglingen um Jungen handelt, doch Noah lässt sich nicht hinters Licht führen. Ila flüchtet sich mit ihren Kindern an Deck des Schiffes, doch Noah holt sie ein und geht mit erhobenem Messer auf sie los. Unter Tränen bittet Ila ihn darum, ihre Kinder nicht leiden zu lassen und sie schnell zu töten. Da lässt Noah das Messer sinken. 
Und es gibt weiteren Grund zur Hoffnung, als einer der Vögel mit einem Zweig im Schnabel zur Arche zurückkehrt. Tatsächlich stoßen sie bald auf Land und endlich können alle an Land gehen und die Tiere können ihrer Wege gehen. 
Noah allerdings scheint nicht zufrieden zu sein. Er sondert sich von seiner Familie ab und lebt allein in einer Höhle am Strand. Eines Tages besucht Ila ihn dort und dankt ihm dafür, dass er ihre Töchter verschont hat. Als Noah erkennt, wie zufrieden und glücklich seine Familie hier in ihrem neuen Zuhause lebt, beschließt er, zu ihnen zurückzukehren.
Ham hingegen beschließt, seine Familie zu verlassen und allein durch die neue Welt zu ziehen. 


Fazit:
Wer einen bibeltreuen Monumentalfilm erwartet, der wird anfangs vermutlich genauso schockiert sein wie ich. Wenn man sich aber auch diese Interpretation der Geschichte einlässt, dann bekommt man einen recht schonungslosen und bildgewaltigen Film geliefert. Stellenweise etwas langsatmig geraten, aber in seiner Darstellung umso drastischer, wirkt der Film deshalb noch lange nach.
Ich habe mich mehr als einmal gefragt: "Stand das wirklich SO in der Bibel?"
Also auch durchaus eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, wenn man sich die Ernsthaftigkeit, die dahintersteckt, bewusst macht.
Die Darsteller fand ich durch die Bank weg alle sehr glaubwürdig, auch wenn mir Russell Crowe teilweise zu fanatisch rüberkam.
Ansehen lohnt sich auf jeden Fall, wenn man weiß, worauf man sich einlässt.

Samstag, 29. März 2014

300: Rise of an Empire (USA 2014)

Darsteller: Sullivan Stapleton, Eva Green, Rodrigo Santoro, Lena Headey, Hans Matheson
Regie: Zack Snyder


Die Schlacht von Marathon:
bevor die Perser ihre Invasion in Griechenland richtig beginnen können, werden sie von der athenischen Armee angegriffen und dem Heerführer Themistokles gelingt es, den perischen König Darius tödlich zu verwunden. Dessen Sohn Xerxes muss alles hilflos mitansehen.
Während König Darius im sterben liegt und der junge Prinz in tiefer Verzweiflung versinkt, sieht Artemisia, die Befehlshaberin der persichen Flotte, ihre Zeit der Rache gekommen.
Selbst in Griechenland geboren, wurde ihre ganzes Dorf von Hopliten zerstört und niedergebrannt. Artemisia haben sie mitgenommen und als Sklavin gehalten. Eines Tages ist ein Perser auf sie aufmerksam geworden, hat sie bei sich aufgenommen und sie in persischer Kampfkunst und militärischer Führung ausgebildet. Aufgrund ihrer Vergangenheit hat sie nicht viel für ihre griechischen Landsleute übrig und würde gerne deren Untergang miterleben.
Von ihren Rachegelüsten getrieben, macht sie Xerxes zu ihrem Werkzeug, so dass er bald nur noch ihr vertraut. Und um die ultimative Macht des persischen Reiches zu demonstrieren, soll er zum Gottkönig werden. Dazu schickt Artimisia den jungen König in geweihte Leinentücher gewickelt in die Wüste. Tagelang irrt Xerxes orientierungslos umher, bis er zu einer Höhle gelangt. Dort im Innern werden seine Gebete erhört und die Transformation zum Gottkönig vollendet. Als Xerxes an den persischen Hof zurückkehrt, hat er sich nicht nur optisch komplett verändert. Er hat nur noch ein Ziel vor Augen: Griechenland ein für alle Mal zu unterwerfen. Während er seine gigantische Armee über Land führt, schickt er Artemisia mit der mächtigen Kriegsflotte los. 
Dank eines geschickt eingeschmuggelten Spions, erfahren die Griechen, was da auf sie zukommt und wo die Flotte voraussichtlich landen wird. Doch da die einzelnen Stadtstaaten untereinander zerstritten sind, herrscht Uneinigkeit darüber, wie die Verteidigung der Küste aussehen soll.


Themistokles reist nach Sparta und erhofft sich, dort Verbündete im Kampf gegen die Perser zu finden. Doch König Leonidas verfolgt eigene Pläne und bespricht sich gerade mit dem Orakel, als der athenische General eintrifft. Königin Gorgo empfängt den Gast anstelle ihres Gatten und macht Themistokles unmissverständlich klar, dass Sparta keinerlei Interesse daran hat, Griechenland zu unterstützen. Sparta wird keine Krieger oder Schiffe zur Verteidigung schicken. Entäuscht zieht Themistokles wieder ab. 
Und so steht er mit einer kleinen Flotte athenischer Schiffe, dem ersten Angriff der Perser allein gegenüber.
Artemisia nimmt den kleinen Verteidigungsring mit einer gewissen Belustigung zur Kenntnis und verspricht ihren Offizieren eine großzügige Belohnung, wenn sie die gegnerischen Schiffe zerstören. Doch Themistokles ist schlau und seine kleinen flinken Schiffe, sind den schweren Kriegsschiffen der Perser gegenüber im Vorteil. Und so kommt das, womit niemand so wirklich gerechnet hatte: die Griechen können die erste Seeschlacht für sich gewinnen und die Perser vorerst abwehren. Auch hierüber ist Artemisia noch leicht amüsiert, denn sie weiß genau, dass die Griechen der Gesamtmacht ihrer persichen Flotte nichts entgegenzusetzen haben.

Im griechischen Lager erreicht Themistokles am Abend die Nachricht, dass König Leonidas von Sparta mit 300 seiner besten Krieger auf dem Weg zu den Thermopylen ist, um sich der persischen Armee entgegenzustellen. Ein recht aussichtsloses Unterfangen, auch wenn die Spartiaten die besten Krieger des ganzen Landes sind. Aber vielleicht können sie Xerxes lange genug aufhalten, um den Griechen Zeit für die weitere Verteidigung zu verschaffen. 

Am nächsten Morgen stellen sich die Athener erneut Artemisias Flotte entgegen. Dieses Mal setzt Themistokles auf eine andere Taktik. Er täuscht einen Rückzug vor und nutzt geschickt den aufkommenden Morgennebel, um die gegnerischen Schiffe in flache Gewässer zu locken. Bevor die hochmütigen Perser merken, wie ihnen geschieht, sind sie schon auf Felsen aufgelaufen und gesunken.
Auch die zweite Seeschlacht kann Themistokles für sich gewinnen, während auch die Spartiaten an Land den ersten Angriff abwehren und ihre Stellung halten konnten.


An diesem Abend erreicht ein Ruderboot mit einem persischen Abgesandten Themistokles in seinem Lager. Artemisia lädt ihn zu Verhandlungen auf ihr Kommandoschiff ein. Obwohl seine Offiziere der Einladung äußerst skeptisch gegenüber stehen, willigt Themistokles ein und begibt sich unbewaffnet zu Artemisia. Diese erwartet den feindlichen Heerführer bereits ungeduldig. Sie zeigt sich von Themistokles Siegen beeindruckt und will ihn davon überzeugen, sich mit ihr zusammen zu schließen. Gemeinsam könnten sie das persische Reich noch mächtiger machen und zu unzähligen Siegen führen. Ausserdem könnte Themistokles eine der mächtigsten Kriegsflotten befehligen und zu unendlichem Ruhm und Reichtum kommen. Um Themistokles von ihrem Plan zu überzeugen, setzt Artemisia geschickt die Waffen einer Frau ein und verführt ihn. Doch Themistokles denkt gar nicht daran, die Verteidigung Griechenlands aufzugeben und lehnt das verführerische Angebot ab.

Wohl wissend, dass Artemisias gekränkter Stolz durch seine Ablehnung fürchterliche Konsequenzen haben wird, bereitet sich die kleine griechische Flotte auf den erneuten Angriff der Perser vor. 
Und Themistokles Befürchtungen bewahrheiten sich. Waren die ersten beiden Schlachten nur reines Vorgeplänkel, so demonstriert Artemisia jetzt die ganze Macht der persischen Flotte und macht ihrem Ruf als Xerxes gefürchtester Herrführer alle Ehre.
Sie schickt den Griechen monströse Kriegsmaschinen entgegen und beschädigt oder versenkt mit der Hilfe von Schwarzpulver sämtliche Schiffe ihrer Gegner. Auch Themistokles Kommandoschiff fällt einem solchen Angriff zum Opfer und sinkt. Mit Genugtuung nimmt Artemisia dies zur Kenntnis und denkt ihr Widersacher liegt tot am Grund des Meeres. 
Und das sind leider nicht die einzigen schlechten Nachrichten: König Leonidas und seine 300 wurden aus den eigenen Reihen verraten und alle sind tot. Xerxes Armee marschiert in Richtung Athen.
Doch Themistokles und eine handvoll seiner Männer haben das Massaker überlebt.
Der persische Gottkönig Xerxes ist unterdessen äußerst zufrieden mit seinem Sieg über Leonidas und erst recht ist er zufrieden mit Artemisias Sieg über die athenische Flotte. Die Unterwerfung Griechenlands und Rache für seinen Vater scheint für ihn in greifbarer Nähe. Xerxes schickt den Verräter Ephialtes nach Athen, um die Bedingungen für eine Kapitulation zu überbringen. Ephialtes war es, der Leonidas verraten hat und somit für den Tod der Spartiaten verantwortlich ist. Dementsprechend kühl ist der Empfang im Senat von Athen.


Dort hat sich die Situation nicht verbessert. Die Fronten sind immer noch verhärtet und angesichts der Tatsache, dass Xerxes Armee jetzt unaufhaltsam Richtung Athen marschiert, werden erste Gedanken zur Kapitulation laut. Doch Themistokles will davon nichts wissen, er ist fest entschlossen Griechenland bis zum letzten Mann zu verteidigen. Und so macht er sich erneut auf den Weg, um Verbündete für sein Vorhaben zu gewinnen. Erneut führt ihn sein Weg nach Sparta, in dem nach Leonidas Tod und dem seiner 300 Krieger tiefe Trauer herrscht. Themistokles erhält wieder eine Audienz bei Königin Gorgo, doch diese macht ihm unmissverständlich klar, dass Sparta keine Kriegsschiffe schicken wird. Das Opfer von Leonidas zum Schutz Spartas und Griechenlands war ihn ihren Augen groß genug. Themistokles überreicht ihr zum Abschied Leonidas Schwert, mit den Worten: "Räche ihn!"

Nachdem Themistokles Sparta wieder verlassen hat, trifft er auf Daxus und seine Arkadier. Sie hatten sich Leonidas angeschlossen, um ihm bei der Verteidigung der Thermopylen beizustehen. Doch gegen die Übermacht der Perser hatten sie keine Chance und sind nun auf dem Rückweg. Auch hier erhofft sich Themistokles Unterstützung für sein Vorhaben, doch anhand der Tatsache, dass die Arkadier bereits an den Thermopylen gekämpft haben, hat er wenig Hoffnung auf deren Schiffe.

Zurück in Athen, berichtet Themistokles von seinem aussichtslosen Unterfangen. Man beschließt, den Rest der athenischen Flotte in der Bucht von Salamis zusammen zu ziehen und die Verteidigung Athens ganz aufzugeben, da die Stadt gegen Xerxes Streitmacht nicht zu halten ist.
All dies belauscht Ephialtes und kehrt mit diesen Informationen in Xerxes Lager zurück. Dieser hat bereits Athen erreicht und die ganze Stadt niedergebrannt. Als Ephialtes berichtet, was er mit angehört hat, will Artemisia sofort mit ihrer Flotte aufbrechen, um Themistokles den Rest zu geben. Xerxes steht der Sache eher skeptisch gegenüber und befürchtet, Themistokles könnte ihnen erneut eine Falle stellen. Er kann Artemisia jedoch nicht aufhalten, zu groß ist ihr Hass auf den athenischen Heerführer.


In der Bucht von Salamis erwartet Themistokles Artemisias Schiffe bereits. Er weiß zwar, dass die Chancen auf einen erneuten Sieg gering sind, doch sollte es ihm gelingen, Artemisia zu töten, wäre die persischen Flotte führerlos und verwundbar.  Als die persischen Schiffe in der Bucht auftauchen, gehen die Griechen auf Kollisionskurs, denn ihr Vorteil liegt jetzt im Nahkampf. Um Artemisias Kommandoschiff zu erreichen, hat Themistokles eine äußerst waghalsige Idee: er hat sein Pferd mit an Bord und als sich die ersten Schiffe ineinander schieben, reitet er los. Mitten durch das Gewirr aus verkanteten Schiffen und kämpfenden Männern, immer sein Ziel vor Augen. Tatsächlich erreicht er Artemisia und ein erbitterter Zweikampf beginnt. Fast am Ende ihrer Kräfte, sieht Artemisia plötzlich weitere Schiffe am Horizont auftauchen. Sparta und Arkadien haben ihre Flotten geschickt und führen damit eine unerwartete Wendung herbei. Xerxes, der die Seeschlacht von einem Felsen aus beobachtet, wendet sich ab und überlässt seine Flotte ihrem Schicksal. Themistokles bittet Artemisia, sich zu ergeben, doch sie lehnt ab und er tötet sie daraufhin. Mit dem Tod ihrer Kommandantin und dem auftauchen der weiteren gegnerischen Schiffe, bricht Chaos in der persischen Flotte aus. 

Zum Schluss sieht man Königin Gorgo, die die spartanische Flotte anführt, und Themistokles Seite an Seite, wie sie sich in die tobende Schlacht stürzen.
Und auch an Land sieht es für Xerxes nicht mehr so gut aus, als sich ihm eine riesige Armee des vereinten Griechenlands entgegenstellt.


Fazit:
aufgrund des Vorgängers, waren meine Erwartungen an den Film relativ hoch und leider war ich von dem Ergebnis relativ entäuscht. Auch wenn hier die gleichen Macher am Werke waren, wie bei '300', so kann dieser Film dem Vorgänger nicht das Wasser reichen. Allein schon in der Optik unterscheiden sie sich im wahrsten Sinne des Wortes wie Tag und Nacht, was daran liegen dürfte, dass bei 'Rise of an Empire' stark auf die 3D-Effekte Wert gelegt wurde. Ich bin sowieso kein großer Fan von 3D und hier hat es mich einfach nur noch genervt. 
Herausragend fand ich allerdings Eva Green als Artemisia. Sie hat einen hervorragenden weiblichen Bösewicht abgegeben.
Auch wenn die Story prinzipiell genauso fesselnd ist, wie bei '300', wirkt der Film von seiner Art her eher wie stumpfes 0815-Gemetzel. Hier wurde eindeutig sehr viel Potential verschenkt.






300 (USA 2006)

Darsteller: Gerard Butler, Lena Headey, Michael Fassbender, David Wenham, Dominic West, Rodrigo Santoro
Regie: Zack Snyder


Sparta, freier griechischer Stadtstaat und der Heimat der wohl besten Krieger der Antike. 
Die Ausbildung ist hart und beginnt bereits in frühester Kindheit. Als finale Prüfung werden die jungen Männer dann allein in der Wildnis ausgesetzt. Nur die Besten und die Härtesten überleben und dürfen sich fortan Spartiaten nennen. Einer von ihnen ist Leonidas, Elite-Soldat und amtierender König von Sparta.

Es herrscht trügerischer Frieden, denn der persische Gottkönig Xerxes zieht seine gigantische Armee gen Griechenland. Ein persischer Botschafter kommt nach Sparta gereist, um mit König Leonidas die Verhandlungen über Spartas Kapitulation zu führen. Als der Botschafter die Bedingungen erläutert und Leonidas klar macht, was mit seiner Heimat passieren wird, wenn er ablehnt, zeigt der König recht deutlich, was Sparta von Kapitulation hält: er bringt den Botschafter samt seinem Gefolge um, was einer Kriegserklärung gleich kommt.

Im Senat stößt dies auf wenig Gegenliebe. Dort hat man kaum Verständnis für derart kriegerische Handlungen und man verweigert dem König, mit dem Verweis auf das bevorstehende Erntefest, den Marschbefehl für seine Truppen. Leonidas einzige Hoffnung ist jetzt noch das Orakel, dass traditionsgemäß bei solchen Entscheidungen befragt werden muss. Sollte seine Weissagung anders lauten, dann zieht Sparta in den Krieg gegen die Perser. Also macht sich der König auf den beschwerlichen Weg zum Orakel, dass bei den Ephoren auf einem steilen Berg lebt.
Als Leonidas am Tempel des Orakels ankommt, wird er bereits von den Ephoren erwartet. Sie versuchen, ihn von seinem Plan abzubringen und berufen sich ebenfalls auf das bevorstehende Erntefest. Noch nie ist Sparta an den Feiertagen in den Krieg gezogen. Doch Leonidas will davon nichts hören. Er weiß was auf dem Spiel steht, wenn er sich den Persern nicht sofort entgegen stellt. Sparta wird fallen und sein Volk wird versklavt.
Er verlangt eine Weissagung des Orakels, in der Hoffnung damit den Marschbefehl für seine Armee zu erhalten. Doch die Antwort, die Leonidas von dem Orakel erhält, entspricht ganz und gar nicht seiner Erwartung: Sparta wird während der Feiertage nicht in den Krieg ziehen.
Wütend und entäuscht begibt sich der König auf den mühsamen Rückweg. Kaum hat er den Tempel verlassen, taucht ein persischer Abgesandter auf und überreicht den Ephoren einen Sack voll Goldmünzen. Die Antwort des Orakel war gekauft.


In der Nacht findet Leonidas keine Ruhe und nachdem er sich mit seiner Königin besprochen hat, kommt ihm eine Idee.
Am nächsten Morgen lässt er 300 seiner besten Krieger versammeln, um mit ihnen zu den Thermopylen zu marschieren. Ein Gebirgspass mit steilen Felsen auf der einen Seite und einem Abgrund, der direkt ins Meer führt, auf der anderen Seite. Der Pass mündet in eine schmale Schlucht und genau dort will Leonidas seinen Widerstand aufbauen. In der engen Schlucht spielt die Überzahl der Perser keine Rolle. Hier ist ihre pure Masse kein Vorteil, sondern eher von Nachteil. Leonidas erhofft sich dadurch die nötige Zeit zu verschaffen, damit der Senat doch noch zur Vernunft kommt und Spartas gesamte Armee zur Verteidigung schickt.
Doch der Aufbruch von 300 Kriegern bleibt nicht lange unbemerkt und schon bald erscheinen einige Ratsmitglieder und verlangen eine Erklärung von ihrem König. Das Orakel hatte ausdrücklich untersagt, dass Spartas Armee in den Krieg zieht. Leonidas erwidert, dass die Armee in Sparta verbleiben wird und er mit seinen 300 Kriegern lediglich einen Spaziergang unternehme, der sie (rein zufällig) zu den Thermopylen führen wird. Gegen das Wort des Königs ist der Senat relativ machtlos und sieht missmutig zu. Leonidas verabschiedet sich von seiner Königin und seinem Sohn und zieht mit seinen Männern los.

Unterwegs treffen sie auf den Arkadier Daxus, der ein ganzes Heer Männer mit sich führt. Sie haben gehört, dass Sparta gegen die Perser in den Krieg zieht und wollen sich Leonidas anschließen. Leonidas heißt sie willkommen, auch wenn es zum großteil keine richtigen Krieger sind, denn jede Hilfe ist ihm recht. Nach Einbruch der Dunkelheit erreichen sie ein Dorf, dass komplett zerstört und niedergebrannt wurde. Als sie sich weiter umsehen, entdecken sie, zu welchen Grausamkeiten die Perser fähig sind. Alle Dorfbewohner wurden getötet und an einen großen Baum gebunden. Angewidert und fassungslos ziehen die Spartan weiter. 
Doch Grausamkeiten sind nicht das Einzige, was sie verfolgt: eine deformierte Gestalt taucht hin und wieder im Sichtfeld der Männer auf, hält aber immer ausreichend Abstand.
Dann ist das Ziel endlich erreicht. Beim Blick von den Felsen hinunter aufs Meer, sehen die Spartiaten die gewaltige persische Kriegsflotte. Doch Griechenland hat sich für diese eine ganz eigene Begrüßung ausgedacht. Ein gewaltiges Gewitter zieht auf und in dem Unwetter sinken unzählige der Schiffe, aber es kommen noch mehr als genug durch. Trotzdem bejubeln die Spartiaten diesen Anblick lautstark. 
Am frühen Morgen werden der Arkadier Daxus und der junge Spartiat Stelios losgeschickt, um einen Blick auf Xerxes Lager zu werfen. Was sie zu sehen bekommen, übertrifft ihre kühnsten Vorstellungen. Ein gigantisches Heer aus Fußsoldaten und Kavalerie, fremdartige Bestien und Kriegsmaschinen warten auf den Marschbefehl. Während Daxus beim puren Anblick dieser Übermacht am liebsten den Rückzug antreten möchte, steht Stelios die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. Der junge Krieger hat keine Angst vor dem Feind oder gar dem Tod. Ganz im Gegenteil, für jeden Spartiaten ist es die größte Ehre, im Kampf zu fallen.

Währendessen versucht Königin Gorgo sich im Senat von Sparta Gehör zu verschaffen und die Mitglieder zu überzeugen, Spartas Armee in den Kampf zu schicken. Da es Frauen eigentlich nicht gestattet ist, im Senat zu reden, trifft sie sich heimlich mit einem der Mitglieder, der ihre Ansicht teilt und versuchen wird, sie bei ihrem Anliegen zu unterstützen. Doch die heimlichen Treffen bleiben nicht lange verborgen. Ratsmitglied Theron bekommt Wind von der Sache und ausgerechnet er ist einer der größten Widersacher von König Leonidas.


Von all diesen politischen Wirrungen bekommt man an den Thermopylen natürlich nichts mit. Während seine Männer das Lager aufschlagen und die Verteidigung festigen, bespricht sich Leonidas mit seinem Kommandanten. Die Beiden haben in unzähligen Schlachten gekämpft und Leonidas weiß, dass er sich auf seinen alten Freund verlassen kann. Während sie sich Gedanken um eine mögliche Schwachstelle in ihrer Strategie machen, taucht plötzlich die bucklige Gestalt auf, die sie schon seit ihrem Aufbruch verfolgt. Sie warnt den König vor einem alten Trampelpfad, den vorallem Hirten nutzen und über den die Perser Leonidas in den Rücken fallen könnten. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem Missgestalteten um Ephialtes aus Sparta. Aufgrund seiner Behinderung sind seine Eltern mit ihm geflohen, als er noch ein Baby war. Jetzt trägt er die Waffen und den Schild seines Vaters und bietet Leonidas seine Dienste an. Ephialtes ist erstaunlich geschickt mit dem Speer, doch seine Verteidigung mit dem Schild reicht bei weitem nicht aus, um geschlossen in der Phalanx zu kämpfen und Leonidas kann sich keine einzige Schwachstelle leisten. Aber der König bietet Ephialtes an, bei der Truppe zu bleiben und sich um die Verwundeten zu kümmern. Wütend und entäuscht zieht Ephialtes ab und Leonidas hält ihn nicht auf. Ein großer Fehler, wie sich später noch zeigen wird.

Als der König und sein Hauptmann sich ebenfalls auf den Weg machen, fängt der Boden an zu beben. Doch es ist kein Erdbeben, es ist Xerxes Armee, die sich in Bewegung gesetzt hat. 
Sofort beziehen die Spartiaten ihre Stellung in der Schlucht. Ein persischer Abgesandter reitet vor den Fußsoldaten und fordert Leonidas dazu auf, die Waffen niederzulegen. Als Antwort bekommt er einen Speer in die Brust und die erste Schlacht beginnt. Als das persische Heer auf die Spartanier prallt, sieht es im ersten Moment so aus, als könnten sie der gewaltigen Masse nicht stand halten. Doch die Spartiaten sind disziplinierte Kämpfer und gewohnt, als eine Einheit aufzutreten. So können sie relativ schnell wieder Boden gut machen und den ersten Schwung Infanterie zerschlagen. Es folgt ein Pfeilhagel der persischen Bogenschütze und noch ein Angriff der Kavalerie. Und wie durch ein Wunder, fällt am ersten Tag kein einziger spartanischer Krieger. Höchst zufrieden und hochmotiviert marschiert Leonidas im Anschluß über das Schlachtfeld, als sich plötzlich eine Truppe Perser nähert. Doch es sind keine Krieger, die ihm entgegenkommen, sondern es ist der Gottkönig Xerxes höchstpersönlich, der mit Leonidas sprechen will.



Xerxes versucht, Leonidas davon zu überzeugen, dass sein Aufstand ihm nichts weiter bringen wird als den sicheren Tod und fordert ihn auf, die Waffen niederzulegen und sich ihm zu unterwerfen. Doch Leonidas lehnt dankend ab, was Xerxes nur noch wütender macht.
In dieser Nacht schickt der Gottkönig seine Elite-Krieger, die sogenannten Immortals, los. Unsterblich sind diese zwar nicht, aber sie liefern den Spartiaten einen erbitterten Kampf und es gibt die ersten Verluste zu beklagen. Als die Arkadier den persischen Truppen allerdings in die Flanke fallen, können die Spartaner auch diese Schlacht für sich gewinnen. Im Anschluß gönnt Leonidas seinen Männern das Vergnügen, diesen Sieg ausgelassen zu feiern. 

Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: Ephialtes ist in seiner grenzenlosen Entäuschung zu Xerxes Lager gewandert. Mit dem Versprechen von Reichtum, Ruhm und schönen Frauen gelingt es dem Gottkönig dem missgestalteten Spartaner das Geheimnis über den verborgenen Pfad zu entlocken. Mit dieser Information ist es Xerxes nun möglich, Leonidas in den Rücken zu fallen und ihn von zwei Seiten gleichzeitig anzugreifen.

Auch in Sparta selbst sieht es nicht so gut aus. Königin Gorgo hat zwar die Zusage, vor dem Senat sprechen zu dürfen, doch als der Vorsitzende Theron davon erfährt, will er dies verhindern. Zu groß ist sein Zorn auf Leonidas, der ohne Erlaubnis mit seinen Männern losmarschiert ist. Aber er weiss auch, dass sein König die Perser nicht ewig aufhalten kann und die Zeit drängt. In einem Gespräch unter vier Augen macht er der Königin klar, dass er es nicht dulden wird, dass sie in seinen heiligen Hallen um Hilfe bittet. Es sei denn, sie willigt ein, die Nacht mit ihm zu verbringen. In ihrer Verzweiflung und aus Angst um ihren Gemahl, lässt sich Gorgo darauf ein. 

Schon früh am nächsten Morgen, wird an den Thermopylen wieder gekämpft. In seinem Zorn lässt Xerxes Welle um Welle seiner gigantischen Armee auf die Spartiaten los. Ob Barbaren, wilde Bestien, riesige Kriegselefanten oder gar "Magier" mit Schwarzpulver, alle scheitern am erbitterten Widerstand von Leonidas und seinen Männern. Doch weitere Verluste schwächen auch langsam die Reihen der Spartiaten. 
Nach Einbruch der Dunkelheit kommt Daxus ins Lager gestürmt und berichtet aufgeregt, dass ein Buckliger sie verraten hat. Xerxes Streitkräfte befinden sich bereits auf dem Weg, um die Spartiaten einzukesseln. Der Arkadier tritt mit seinen Männern den Rückzug an und Leonidas kann es ihm nicht verübeln. Er wird mit dem Rest seiner Krieger bleiben und sich Xerxes ein letztes Mal entgegenstellen. Wie es Gesetz für die Krieger Spartas ist, kommt ein Rückzug für sie gar nicht in Frage. Doch bevor er sich für die finale Konfrontation bereit macht, nimmt sich der König einen seiner treuesten Krieger zur Seite. Dillios hat im Kampf ein Auge verloren und Leonidas erteilt ihm schweren Herzens den Auftrag, nach Sparta zurückzukehren und die Menschen dort wissen zu lassen, was an den Thermopylen geschehen ist. Vielleicht kann Dillios mit seinem Bericht den Senat überzeugen, Spartas gesamte Armee in den Krieg zu schicken.


In Sparta ist für Königin Gorgo die Stunde der Wahrheit gekommen. Sie wird vor dem Senat sprechen und ihn hoffentlich davon überzeugen, Verstärkung für Leonidas zu schicken. Sie hat ihre Rede gut vorbereitet und ihre Worte vorsichtig gewählt. Schon murmeln die ersten Senatsmitglieder ihr Zustimmung, als sie plötzlich Theron zu Wort meldet. Er beschuldigt seine Königin, ihn verführt zu haben, um sich damit seine Fürsprache zu sichern. Dies löst natürlich eine Welle der Empörung bei den anderen aus. Doch als Theron versucht, Gorgo weiter bloß zu stellen, zieht sie einen Dolch und ersticht ihren Widersacher. Als Theron tot zu Boden sinkt, fallen eine Menge persische Goldmünzen aus seiner Tasche. Nun wird allen bewußt, dass er sie alle verraten und absichtlich den Marschbefehl für Spartas Armee zurückgehalten hatte.

An den Thermopylen erwartet Leonidas Xerxes Aufgebot bereits. Seine Krieger haben hinter ihm Stellung bezogen, alle bereit jederzeit für ihn und für Sparta zu sterben. Sie sind umzingelt von Bogenschützen und Fußsoldaten.
Als der Gottkönig erscheint, schickt er einen Botschafter vor, der Leonidas ein großzügiges Angebot übermittelt. Wenn er und seine Männer die Waffen niederlegen und sich ergeben, wird Sparta verschont und Leonidas wird zum Heerführer von ganz Griechenland ernannt. Xerxes hat erkannt, welch erstklassige Krieger hier vor ihm stehen und das Leonidas einen mächtigen Verbündeten abgeben würde. Auch Ephialtes, der Xerxes begleitet, drängt Leonidas, das Angebot anzunehmen. Doch für den Verräter hat der König von Sparta nur noch Verachtung übrig.
Ohne ein Wort zu sagen, nimmt Leonidas seinen Helm ab, legt seinen Schild und seinen Speer nieder und fällt auf die Knie. Und als Xerxes mit einem selbstgefälligen Lächeln die Kapitulation Spartas annehmen will, brüllt Leonidas seinen letzten Befehl. Alle seine Krieger setzen sich in Bewegung. Stelios springt über seinen Rücken und tötet den Botschafter, während sein Kommandant nach vorne prescht und anfängt die Wachen niederzumetzeln. Leonidas selbst erhebt sich und schleudert seinen Speer auf Xerxes. Er kann den Gottkönig zwar nicht töten, doch trifft er ihn im Gesicht und verletzt ihn.
Im darauf folgenden Pfeilhagel werden jedoch alle Spartiaten von den persischen Bogenschützen niedergestreckt. Im Anschluß sieht man Leonidas Leichnahm, wie er mitten zwischen seinen Männern liegt, die alle bedingungslos für ihn in den Tod gegangen sind.

Zur gleichen Zeit trifft der verwundete Dillios in Sparta ein und überreich Königin Gorgo die Halskette ihres Gemahls als Zeichen seines Abschieds.
Vor dem versammelten Senat trägt Dillios die Geschichte seiner Kameraden vor. Zum Abschluß sieht man ihn mit 10.000 Spartiaten und 40.000 Griechen in die Schlacht ziehen, um Leonidas zu rächen und die Perser zurückzuschlagen.


Fazit:
einer meiner absoluten Lieblingsfilme! Der Film hat für mich vorallem visuellen Maßstäbe gesetzt und das macht ihn so einzigartig. Die Mischung aus eher blassen Farben mit starken (vorallem roten) Akzenten, bringen den Stil des Comics perfekt rüber. Dank aufwendiger Choreografien, wirken selbst die brutalsten Kampfszenen noch elegant. Auch wenn die Fantasy-Elemente manchmal etwas übertrieben wirken, passen sie doch immer irgendwie ins historische Bild. Die charismatischen Darsteller und die fesselnde Story lassen keine Langeweile aufkommen. 
10 Wochen lang mussten sich die männlichen Hauptdarsteller durch ein maßgeschneiderstes Workout kämpfen und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die gut durchtrainierten, halbnackten Männer sind natürlich noch ein zusätzlicher netter Bonus. 
Ich weiß nicht, wie oft ich den Film schon angesehen habe, aber ich finde ihn jedes Mal wieder großartig. Zack Snyder ist mit '300', meiner Meinung nach, eine der besten Comic-Verfilmungen überhaupt gelungen. 






Mittwoch, 12. März 2014

American Hustle (USA 2013)

Darsteller: Christian Bale, Amy Adams, Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Jeremy Renner
Regie: David O. Russell


New York 1978: Irving Rosenfeld ist New Yorker Geschäftsmann mit einem nicht ganz legalen Nebenerwerb. Er verkauft gefälschte/gestohlene Kunst und vergibt gegen Provision fiktive Kredite. Irving kann zwar gut davon leben, doch so richtig erfolgreich ist er damit nicht. Das ändert sich schlagartig, als er Sydney Prosser kennen lernt. Sydney ist nicht nur verdammt hübsch, sonder auch verdammt clever. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick, da sie sich nicht nur blendend verstehen, sondern sich auch perfekt ergänzen. Und für Irving ist es auch die perfekte Flucht aus seiner zerrütteten Ehe mit der exzentrischen, unberechenbaren und trotzdem naiven Rosalyn. Sein einziger Trost aus dieser Verbindung, ist sein Sohn Danny, den er über alles liebt und dem er ein vorbildlicher Vater ist.
Mit Sydney als Partnerin an seiner Seite, zieht er den Kreditbetrug ganz neu auf. Sydney legt sich eine gefälschte Identität zu und gibt sich fortan als Engländering aus, die enge Beziehungen zu Londoner Banken unterhält. Dieses Gerücht verbreitet sich rasend schnell und schon bald rennt ihnen die Kundschaft die Bude ein. So erfolgreich ihr Geschäftsmodell auch ist, alles ändert sich mit einem Mal, als eines Tages Richie DiMaso in ihrem Büro sitzt. Was keiner der beiden ahnt: DiMaso ist vom FBI und will sie hochgehen lassen. Und als Sydney ihm dem Scheck mit der Provision abnimmt, lässt er beide festnehmen. Während Sydney 3 Tage in eine Einzelzelle gesperrt wird, bleibt Irving vorerst auf freiem Fuß. DiMaso hat nämlich eigene Pläne und schlägt den beiden Betrügern einen Deal vor: sie gehen straffrei aus der ganzen Geschichte heraus, wenn sie dem FBI 4 ihrer Geschäftspartner ans Messer liefern.
Sydney ist nach den 3 Tagen Einzelhaft völlig hysterisch und denkt nur noch an Flucht und ans Untertauchen, aber Irving will sich auf den Deal einlassen. Er hat Angst davor, dass er seinen Sohn nie wieder sieht, wenn er jetzt abhaut.


Um die Sache ins Rollen zu bringen, hat Irving sich auch schon einen Plan zurecht gelegt, den er DiMaso beim nächsten Treffen vorstellt. Das Treffen findet in einer Kunstgalerie statt und begleitet werden sie von einem von Irvings Freunden, der als Scheich verkleidet ist. Und genau darin besteht sein Plan, Irving will vortäuschen, dass er einen reichen Geldgeber (den Scheich) an der Hand hat, um somit unseriöse Geschäftspartner anzulocken, die er dann an DiMaso ausliefern kann.
Und tatsächlich beißt auch schon der erste an, der mit dem Scheich Geschäfte machen will. Und als sich herumspricht, welche Summen der Scheich investieren will, soll sogar eine Verbindung in die Politik hergestellt werden. Carmine Polito ist Bürgermeister in Camden New Jersey und sucht verzweifelt Investoren für den Wiederaufbau von Atlantic City. Polito ist bei seinen Bürgern sehr beliebt, es ist ihm gelungen, das Glücksspiel zu legalisieren und somit Arbeistplätze zu erhalten. 
Doch als Irving hört, um was es geht, will er davon nichts wissen. Kleine Betrüber hochzunehmen ist eine Sache, aber Politiker zu schmieren, das ist ihm eine Nummer zu hoch. Doch DiMaso sieht das ganz anders, ihn hat der Ehrgeiz gepackt und er sieht sich schon als gefeierter Held, sollte ihm so eine Festnahme gelingen. In einer vom FBI angemieteten Hotelsuite soll das Treffen zwischen Polito, Rosenfeld, Prosser und DiMaso stattfinden. Alles ist verwanzt und mit Kameras ausgestattet.
Allerdings läuft das Treffen anders, als geplant. Als Richie Polito den Koffer mit dem Geld rüberschiebt, ahnt Polito was hier vor sich geht und verlässt sofort das Hotel. Richie schickt Irving los, um Polito zurückzuholen. Irving läuft dem Bürgermeister hinterher und holt ihn auf der Straße ein. Die beiden Männer kommen ins Gespräch und Irving kann Polito tatsächlich überreden, wieder mit nach oben zu kommen. Und er konnte Polito überzeugen, den Koffer mit dem Geld anzunehmen, um es in den Aufbau von Atlantic City zu stecken.


Doch Irvings Zurückhaltung bezüglich der Überführung von Politikern sorgt nicht nur bei Agent DiMaso für Irritation. Auch Sydney ist davon alles andere als begeistert, sieht sie dadurch ihre Freiheit in Gefahr. Nach einem heftigen Streit trennt sie sich schließlich von Irving, der sehr darunter leidet.
Da Sydney ausserdem auch ein Auge auf den smarten DiMaso geworfen hat, fängt sie an, hemmunglos mit dem Agent zu flirten. Dieser kann Sydneys Reizen nicht widerstehen und ist ihr bald hoffnungslos verfallen.

Zur großen Freude von Agent DiMaso nimmt Carmine Polito schon bald wieder Kontakt zu Irving auf und lädt ihn und seine Frau zu einem Abendessen ein. Er möchte über weitere Geschäfte mit dem Scheich verhandeln und eröffnet ausserdem, dass noch mehr Politiker einsteigen wollen. Allerdings ist nur Irving zu dem Essen eingeladen, was DiMaso gar nicht in den Kram passt, denn er befürchtet, die Kontrolle zu verlieren und dass Irving ihm Informationen vorenthalten könnte. Doch die Aussicht darauf, noch mehr korrupte Politiker dran kriegen zu können ist zu verlockend und so findet das Essen ohne den Agent statt.  Auch Irving hat Bedenken, seine Frau Rosalyn mitzunehmen, denn sie weiss kaum was von seinen krummen Geschäften, dafür plappert sie viel. Doch er hat keine andere Wahl und so treffen sie die beiden Ehepaare in einem schicken Restaurant. Es erweist sich jedoch als absoluter Glücksfall, dass Rosaly mitgekommen ist, denn sie versteht sich auch Anhieb blendend mit Politos Gemahlin. Auch der Bürgermeister ist von ihr sehr angetan. Und auch Irving und Carmine kommen tiefer ins Gespräch und freunden sich an. Dann kommen die Männer zum geschäftlichen Teil und Carmine erklärt Irving, was er vorhat: mit dem Geld, dass der Scheich investieren will, sollen Casinos renoviert und neue Casinos eröffnet werden. Um schnell an die nötigen Lizenzen zu gelangen, sollen ausserdem einige lokalen Politiker geschmiert werden.  Und damit sich alle neuen Geschäftspartner kennen lernen, soll eine große Party zu Ehren des Scheichs stattfinden. Zögerlich willigt Irving ein.  
Als er DiMaso davon berichtet, ist dieser gleich Feuer und Flamme. Alles wird vom FBI organisiert, sogar ein Agent, der den Scheich mimt und ein paar Sätze arabisch spricht.
Als Irving sich zu Hause gerade für die Party umzieht, ruft ihn DiMaso an, um ein paar Details über den Ablauf zu besprechen. Rosalyn belauscht das Gespräch auf der anderen Leitung.


Und dann ist für alle Beteiligten Showtime.
Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: auch die Mafia ist anwesend, um ins Geschäft einzusteigen. Kontrolliert sie doch das Glücksspiel an der Ostküste und will sich diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen. Konfrontiert mit dieser Situation weiß keiner so recht, wie er damit umgehen soll. Außer Rosalyn, die in ihrer unbeschwerten Art auf die Männer zugeht und ihnen gehörig den Kopf verdreht. Einer hat es ihr besonders angetan, Pete Musane, ein recht hohes Tier in Mafia Kreisen. 
Sydney, Richie und Irving gefällt das gar nicht, doch ihnen bleibt nicht viel Zeit, um darüber nachzudenken. Carmine Polito eröffnet ihnen, dass Victor Tellegio, einer der Bosse, höchstpersönlich erschienen ist, um den Scheich zu treffen. Und bevor sie wissen, wie ihnen geschieht, werden sie in einen Nebenraum geführt und sitzen Tellegio gegenüber. Der verschwendet keine Zeit und kommt gleich zur Sache, damit der Scheich Geschäfte in den USA machen kann, muss er eingebürgert werden. Tellegio verlangt 10 Millionen Dollar für die Einbürgerung und alle damit verbundenen Formalitäten plus die Garantie, dass auch alle Casinos rechtzeitig eröffnen können. Irving erkennt, dass alles langsam völlig außer Kontrolle gerät und will eingreifen. Doch bevor er etwas sagen kann, hat DiMaso das Geld zugesagt. Die Aussicht darauf, einen Mafia Boss hochgehen zu lassen, übersteigt alles, was er bisher erreicht hat. Carmine ist zufrieden und Irving ist sprachlos.
Und auch draußen gibt es Zoff, als Sydney und Rosalyn aneinander geraten.
In ihrem Frust verabredet sich Rosalyn mit ihrer neuen Flamme Pete Musane zum Mittagessen. Pete führt Rosalyn in ein schickes Restaurant und die beiden turteln verliebt. Als Pete auf ihren Ehemann zu sprechen kommt und  sie der Frust erneut einholt, erzählt Rosalyn Pete, was sie in dem Telefonat zwischen Irving und DiMaso in Erfahrung gebracht hat. Bei diesem gehen sofort die Alarmglocken an. Er lässt Rosalyn in dem Restaurant zurück und stattet Irving einen Besuch ab. Auf Mafia-Art macht er ihm unmissverständlich klar, dass es sich lieber nicht mit ihnen anlegen will, wenn ihm sein Leben und das seiner Familie lieb ist.
Als Irving abends völlig verstört nach Hause kommt, stellt er Rosalyn zur Rede und sie gibt zu, dass sie Pete alles erzählt hat. Irving ist am Boden zerstört, lässt er Tellegio hochgehen, dann hat er die Mafia am Hals, weigert es sich DiMaso weiterhin zu helfen, wandert er ins Gefängnis.
Die Situation scheint aussichtslos.
 

Und dann ist der große Tag da. Im Büro von Tellegios Anwalt, soll der Geldtransfer stattfinden und das Geschäft besiegelt werden. Mit Mikrofonen ausgestattet, damit das FBI mithören und alles aufzeichnen kann, betreten Richie, Sydney und Irving die Kanzlei von Alfonse Simone. Sie werden bereits erwartet und Simone erklärt ihnen, was zu tun ist. Dann gibt er Richie einen Zettel mit den Bankdaten, woraufhin Richie telefonisch 2 Millionen Dollar als Anzahlung auf das angegebene Konto anweisen lässt. Nach ein paar warmen Worten des Anwalts zum Abschied, verlassen Richie, Sydney und Irving die Kanzlei wieder.
Im FBI Büro steigt bereits eine riesengroße Party, als die Tonbänder ausgewertet werden. Alles, was nötig ist, um Tellegio festnehmen zu lassen, wurde aufgezeichnet. Und damit beginnt auch gleich die große Festnahmewelle, der alle Politiker zum Opfer fallen, die das Geld des Scheichs angenommen haben. Unter ihnen auch Carmine Polito.
Während Richie schon seine Beförderung vor Augen hat, kommt plötzlich alles ganz anders für Agent DiMaso: die 2 Millionen Dollar, die er angewiesen hat, sind verschwunden.
Doch das ist noch nicht alles, als DiMaso zur Kanzlei von Alfonse Simone fährt, um ihn zur Rede zu stellen, muss er zu seinem Entsetzen feststellen, dass diese gar nicht existiert. Und es taucht eine anonyme Nachricht bei Richies Vorgesetzem auf, die die Rückgabe des Geldes zusichert, wenn Irving und Sydney weiterhin straffrei aus der Sache rausgehen. Richies Vorgesetzter geht auf den Deal ein, Richie DiMaso wird degradiert und Irving und Sydney kommen frei.
Die beiden haben ihren letzten großen Bluff ausgespielt und alle sind ihnen auf den Leim gegangen.

Später sieht man Sydney und Irving, wie sie Danny von der Schule abholen. Die beiden sind wieder zusammen, haben eine Galerie eröffnet und führen ein bescheidenes Leben. Rosalyn und Irving haben sich scheiden lassen und Rosaly lebt mit Pete Mustane zusammen. Vor der Mafia hat Irving nichts mehr zu befürchten, da dank seines grandiosen Manövers keinerlei Verbindung zu Tellegio hergestellt werden konnte.
Und so bekommt zum Schluß jeder, was er verdient hat.


Fazit:
eine schräge Gaunerkomödie im schrillen Stil der wilden 70ger. Der Film hat zwar zwischendurch seine Längen, aber dank der vielen unerwarteten Wendungen, bleibt er spannend und unterhaltsam.
Ein Film, bei dem einfach alles stimmt, von den Hauptdarstellern bis zum Soundtrack.
Für mich ein absoluter Überraschungshit, sehr zu empfehlen!