Sonntag, 27. Juli 2014

Valhalla Rising (DK/GB 2009)

Darsteller: Mads Mikkelsen, Maarten Stevenson, Gary McCormack
Regie: Nicolas Winding Refn




Der Sklave "Ein-Auge" fristet sein Dasein zum größten Teil angekettet in einem Holzkäfig. Die einzige Abwechslung besteht darin, in blutigen Kämpfen gegen andere Sklaven anzutreten. Zur Belustigung ihrer Herren und der übrigen Zuschauer finden diese Kämpfe regelmässig statt und enden für den Verlierer in der Regel tödlich. "Ein-Auge" hat bisher noch keinen Kampf verloren und bringt seinem Herren damit reichlich Geld und Ansehen ein. Trotzdem wird er ein seinem Käfig gehalten wie ein Tier und ist schutzlos jeglicher Witterung ausgesetzt. Nur der Sohn seines Herren kümmert sich ein wenig um ihn, bringt ihm Essen und leistet ihm ab und an etwas Gesellschaft. Antworten auf seine Fragen erhält der Junge jedoch keine, denn "Ein-Auge" spricht nicht.
Bei einem Bad in einer nahegelegenen Quelle entdeckt der Sklave eines Tages eine Pfeilspitze am Grund. Es gelingt ihm, diese unbemerkt an sich zu nehmen und in seinem Mund zu verstecken.


Ein guter Kämpfer ist begehrt und ruft Neider hervor und so kommt es, dass ein anderer Stammesführer "Ein-Auge" für sich beanspruchen will. Doch sein alter Besitzer denkt gar nicht daran, ihn aufzugeben und lässt ihn von einer handvoll Männer (und seinem Sohn) wegschaffen.
Als sich die Gruppe weit genug vom Stamm entfernt hat, nutzt "Ein-Auge" die Unachtsamkeit seiner Bewacher, zertrennt mit der Pfeilspitze seine Fesseln und geht auf die Männer los. Innerhalb kürzester Zeit sind alle Wachen tot und "Ein-Auge" auf der Flucht.
Nach einiger Zeit bemerkt er, dass der Sohn seines früheren Besitzers in sicherem Abstand folgt. Da er dem Jungen keine weitere Beachtung schenkt, schließt dieser bald zu ihm auf. Der Junge erkennt, dass ihm von dem schweigsamen Kämpfer keine Gefahr droht und die Beiden setzen ihren Weg gemeinsam fort.
Einige Zeit später stoßen sie auf einen kleinen Trupp Krieger. Unschlüssig, ob Freund oder Feind, stehen sich die Männer gegenüber. Der Anführer der Krieger erklärt, dass sie Christen sind, die sich auf dem Weg ins heilige Land befinden, um sich einem Kreuzzug anzuschließen. "Ein-Auge" nimmt diese Chance wahr und schließt sich der Gruppe an.

Mit einem Schiff soll über das Meer nach Süden ins heilige Land gehen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den Männern. Tage- bzw. wochenlang (der Zeitraum wird nicht näher definiert) dümpeln sie in einer absoluten Flaute auf dem Wasser dahin. Ohne auch nur einen Hauch von Wind, immer eingehüllt in einen diesigen Nebel, der eine Navigation unmöglich macht.
Ausgehungert und entkräftet liegen die Nerven der Männer blank und einige machen den Jungen für ihre missliche Lage verantwortlich. Es bringt Unglück, ein Kind an Bord zu haben und sogar von einem Fluch ist die Rede. Schließlich will einer der Krieger den Jungen töten und über Bord werfen, doch "Ein-Auge" wehrt den Angreifer ab und tötet ihn. Danach traut sich keiner mehr an den Jungen heran.


Und dann geschieht das, womit niemand mehr gerechnet hätte: als der Nebel sich endlich lichtet, finden sich die Männer auf einem breiten Fluß, umgeben von Felsen und dichten Wäldern, wieder.
Den beiden Ältesten wird schnell klar, dass dies nicht das heilige Land ist, doch keiner hat eine Idee, wo sie sich befinden könnten.
Von Hunger und Durst getrieben, gehen die Männer an Land und erkunden die nähere Umgebung. Dabei stoßen sie im Wald auf Grabstätten, die auf Pfählen errichtet wurden und reich verziehrt sind. Ganz wohl ist ihnen bei dem Anblick nicht, denn so etwas haben sie noch nie gesehen. Als dann auch noch einer von ihnen spurlos verschwindet, beschließen sie, weiter flußaufwärts zu ziehen. Doch kaum haben sie ihr Schiff in Bewegung gesetzt, werden sie vom Ufer aus, aus dem Dickicht heraus angegriffen und ein Mann wird von einem Pfeil tödlich getroffen.
Beim näheren Betrachten des Leichnahms stellen sie fest, dass die Pfeilspitze aus Stein und nicht aus Metall gefertigt ist. Daraus schließt ihr Anführer, dass es sich hier nur um einen primitiven Stamm handeln kann, den man zum rechten Glauben bekehren muss. So wird am Ufer ein riesiges Holzkreuz errichtet und die Männer versammeln sich um ihren Anführer. Um ihren Glauben an Gott zu stärken und sie auf den rechten Pfad zurückzuführen, trinken alle nacheinander vom Blut Gottes. Eine berauschende Flüssigkeit, die bei jedem Einzelnen starke Halluzinationen hervorruft.


Als alle ihr Bewusstsein zurück erlangt haben, taucht ihr verloren geglaubter Kamerad wieder auf und scheint ziemlich verwirrt. Daraufhin bricht erneut Streit zwischen den Männern aus. Sie glauben weiterhin, dass sie ein Fluch in dieses Land gebracht hat und geben nun "Ein-Auge" die Schuld daran. Behaupten sogar, er käme direkt aus der Hölle. Es entbrennt ein kurzer heftiger Kampf, in dem "Ein-Auge" fast alle der Krieger tötet. Er beschließt, sich auf die Suche nach einem Zugang zum Meer zu machen, um das fremde Land wieder verlassen zu können. 
Doch der Anführer weigert sich, weiterzuziehen. Er ist der Meinung, dass sie ihre Landungsstelle nicht verlassen dürfen und verfällt der wahnwitzigen Idee, dort eine Siedlung zu errichten, um andere Gläubige willkommen heißen zu können.
Die restlichen Männer sind unschlüssig, ob sie "Ein-Auge" folgen oder bei ihrem Anführer bleiben sollen. Schließlich siegt die Vernunft und sie beschließen, dem ehemaligen Sklaven zu folgen. So kämpf sich der kleine Tross Männer durch die dichten Wälder, immer auf der Hut vor dem unsichtbaren Feind. Unterwegs stirbt einer der Männer und ein anderer beschließt, doch wieder umzukehren und zurück zum Fluß zu gehen.
Zu guter Letzt erreichen nur "Ein-Auge" und der Junge den Rand des Meeres und hier treffen sie zum ersten mal Angesicht zu Angesicht auf die Ureinwohner. Es handelt sich um eine Gruppe Indianer und somit wird klar, dass sie in Amerika gelandet sein müssen. 
Doch die Indianer sind den Fremden gegenüber nicht besonders freundlich gesonnen. Sie töten "Ein-Auge" und damit endet dann auch der Film. Was mit dem Jungen geschieht, bleibt unklar.


Fazit:
selten ist es mir so schwer gefallen, einen Film zu bewerten. Das liegt jetzt nicht daran, dass ich ihn als grottenschlecht bezeichnen würde, aber er ist von seiner Art her komplett anders, als das, was man so gewohnt ist. Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass der Hauptdarsteller in dem ganzen Film kein einziges Wort sagt und der Film generell sehr wortkarg ist. Wenn dann gesprochen wird, erscheinen die Dialoge irgendwie sehr hochgestochen und schwülstig, was mir auf Dauer sehr anstrengend erschien. 
Dafür wirken durch die fehlenden Dialoge die Bilder intensiver, weil man sich mehr auf das Visuelle konzentriert. Auch wenn man keine monumentalen Landschaftsaufnahmen hat, wirkt der Film auf mich irgendwie bildgewaltig. Auch was die Gewalt- und Kampfszenen angeht.
Die Story ist sehr düster und genauso wirkt auch die ganze Stimmung der handelnden Personen.
Alles in allem finde ich den Film sehr faszinierend, bin mir aber sicher, dass er nicht jedem gefallen wird.



Sonntag, 20. Juli 2014

Rio 2 - Dschungelfieber (USA 2014)

Sprecher: Jesse Eisenberg, Anne Hathaway, Andy Garcia, Rodrigo Santoro, Leslie Mann
Regie: Carlos Saldanha


Blu und Jewel  leben glücklich und zufrieden bei dem Ornithologen Tulio und Linda in Rio de Janeiro. Sie sind inzwischen stolze Papageieneltern von drei Küken, die sie ganz schön auf Trab halten. Während Jewel versucht, die Kleinen möglichst artgerecht zu erziehen und zu ernähren, verwöhnt Blu sie lieber mit den Vorzügen eines menschlichen Zuhauses: Pfannkuchen zum Frühstück, Fernseher und Ipod. Aus diesem Grund gibt es auch immer wieder Streit zwischen den Papageieneltern.

Als Tulio und Linda bei einer Expedition am Amazonas Spuren finden, die auf weitere blaue Aras hinweisen, gibt es für Jewel kein Halten mehr. Sie will unbedingt an den Amazonas fliegen, um ihre wilden Artgenossen zu finden und ihren Kindern ihre ursprüngliche Heimat zu zeigen. Anfangs ist Blu wenig begeistert von der Idee, doch seiner Jewel zu liebe willigt er schließlich ein.
Während Jewel keinerlei Gedanken an Gepäck oder ähnliches verschwendet, packt Blu brav seine Bauchtasche mit allerlei nützlichen Dingen, inklusive einem Navigationsgerät, das unterwegs immer wieder für Verwirrung sorgt, anstatt den Weg zu zeigen. Trotz aller Widrigkeiten erreichen die Papageien schließlich das Tor zum Amazonas. Einen Teil der Strecke legen sie nun als "blinde Passagiere" mit einem Schiff zurück, den Rest wollen sie fliegen.

Doch die Entdeckung der seltenen Papageien stößt nicht überall auf Begeisterung. Ein Holzhändler, der illegale Geschäfte mit Tropenholz betreibt, sieht durch die Entdeckung der Tiere seinen Handel gefährdet.
Und sollte das Gebiet gar unter Naturschutz gestellt werden, würde das sein Geschäft komplett lahmlegen. Also beschließt er, seine Handlanger auf Tulio und Linda anzusetzen, um die unliebsame Konkurrenz auszuschalten.


Von all den bösen Plänen bekommt man am Amazonas natürlich nichts mit und Blu irrt mit seiner Familie auf der Suche nach dem Camp von Tulio und Linda immer noch durch den Regenwald. Völlig unverhofft stoßen sie dabei auf die Kolonie ihrer wildlebenden Artgenossen und wie sich herausstellt, sind diese gar nicht so fremd, sondern Jewels Familie. Eduardo, der Anführer der Kolonie ist Jewels Vater, der überglücklich ist, seine Tochter wieder bei sich zu haben. Als Jewel bei einem Waldbrand verloren ging und nicht mehr auffindbar war, glaubte er, sie sei tot. So gibt es für alle ein herzliches Willkommen. Besonders angetan ist Eduardo von seinen 3 Enkelkindern, während er von einem Haustier als Schwiegersohn eher weniger begeistert ist.
Aber seiner Tochter zuliebe nimmt er Blu am nächsten Morgen mit zu einem Streifzug durch den Regenwald. Und ganz nebenbei versucht Eduardo doch noch einen echten Papagei zu machen, indem er Blu alles beizubringen versucht, was man über das Leben im Regenwald wissen muss. Dazu gehören auch die Paranußbäume, die die lebenswichtigste Nahrungsquelle für die Papageien darstellen. Diese müssen sie sich allerdings mit den roten Aras teilen und jede Gruppe verteidigt ihre Bäume bis aufs Blut. Blu gibt zwar sein Bestes, aber er stellt sich immer noch so tollpatschig an, dass sein Schwiegervater ihn als hoffnungslos abstempelt.
Blu ist darüber todunglücklich und würde am liebsten Frau und Kinder wieder einpacken und nach Rio zurückkehren. Aber Jewel blüht im Kreise ihrer Familie richtig auf und so bringt es Blu nicht übers Herz, ihr die Wahrheit zu sagen.

Um Eindruck zu schinden, will Blu Jewel zum Frühstück mit ihrer Lieblingsspeise überraschen: einer Paranuß.
Also macht er sich in aller Frühe auf den Weg zu den Bäumen, die Eduardo ihm gezeigt hat, um eine Nuß für Jewel zu pflücken. Doch es unterläuft ihm ein fataler Fehler. Er überschreitet unbewusst die Grenze zum Gebiet der roten Aras und holt sich dort eine Nuß.
Wieder zurück in der Kolonie präsentiert er Jewel stolz seine Beute. Doch der vermeitliche Diebstahl bleibt nicht unbemerkt und schon tauchen die roten Aras auf und klagen Blu an. Da dieser ein schweres Verbrechen begangen hat, fordern die Roten den Anteil Bäume der Kolonie ein. Die Entscheidung darüber soll, wie in Brasilien üblich, durch ein Fußballspiel fallen. Dem Gewinner gehören zukünftig alle Paranußbäume und der Verlierer muss sich einen neuen Lebensraum suchen.
Blu, der seinen Fehler wieder gutmachen möchte, will natürlich in die Mannschaft, aber Eduardo hat keinerlei Vertrauen in seine Fähigkeiten und lässt ihn nicht. Ein nervenaufreibendes Spiel beginnt und es stellt sich schnell heraus, dass beide Mannschaften gleich gut sind. Um sich Vorteile zu verschaffen, wird gefoult, was das Zeug hält und ein Papagei nach dem anderen muss das Spielfeld verlassen. Bald gehen Eduardo die Ersatzspieler aus und so muss er wohl oder übel doch Blu einsetzen. Es ist Gleichstand und das nächste Tor entscheidet das Spiel. Womit keiner gerechnet hätte: Blu zeigt auf dem Spielfeld ein überraschendes Talent im Umgang mit dem Ball. Geschickt spielt eine ganze Reihe Gegner aus, bis er frei vor dem Tor steht. Blu sieht den Zeitpunkt seines Triumphs gekommen und überhört dabei die Warnrufe seiner Mitspieler und aus dem Publikum. Blu schießt und sein Ball landet tatsächlich im Tor. Komischerweise jubeln nur die roten Aras und die Blauen starren ihn entsetzt an, denn Blu hat ein Eigentor geschossen. Das Spiel ist verloren und damit auch die lebenswichtigen Paranußbäume.


Von alledem bekommen Tulio und Linda natürlich nichts mit. Sie durchstreifen immer noch den Regenwald, auf der Suche nach der Papageienkolonie. Als die Beiden in ihr Camp zurückkommen, werden sie bereits von den Schergen des Holzhändlers erwartet, überwältigt und verschleppt. Wieder bei Bewusstsein, finden sie sich an einen Baum gefesselt mitten im Regenwald wieder.

Auch bei den Papageien ist die Stimmung auf dem Nullpunkt. Durch den schmerzlichen Verlust ihrer wichtigsten Nahrungsquelle ist die Kolonie gezwungen, sich einen neuen Lebensraum zu suchen und alle geben Blu die Schuld daran. So ist auch niemand wirklich traurig darüber, als er sich völlig niedergeschlagen auf den Weg zurück nach Hause macht. Doch so weit kommt er erst gar nicht. Schon nach wenigen Kilometern hat er sich hoffnungslos im Regenwald verirrt und wie das Schicksal so will, stolpert er dabei in das Camp von Linda und Tulio. Überglücklich, endlich etwas Vertrautes gefunden zu haben, macht es sich Blu bequem und erwartet die Rückkehr seiner menschlichen Freunde. Doch plötzlich tauchen fremde Männer auf, verwüsten das Camp und verschwinden wieder. Als Blu ihren Spuren bis an den Rand des Regenwaldes folgt, traut er seinen Augen nicht: riesige gerodete Flächen, unwiederbringlich zerstört. Und die Männer und ihre Maschinen dringen unaufhaltsam weiter in den Dschungel vor. Entsetzt macht Blu kehrt und will zurück zur Kolonie, um seine Familie zu warnen. 

Währenddessen versuchen Tulio und Linda, sich aus ihrer verzweifelten Lage zu befreien, mit wenig Erfolg. Zu ihrer großen Überraschung taucht plötzlich Blu auf, der die Beiden auf seinem Rückweg zur Kolonie, entdeckt hat. Mit seinem geschickten Schnabel schafft er es, die Fesseln der Beiden zu durchtrennen und gemeinsam setzen sie ihren Weg fort.
Als sie die Kolonie erreichen, trauen Linda und Tulio ihren Augen nicht, so überwältigt sind sie vom Anblick der vielen Papageien. Doch die Vögel empfinden den Anblick der Menschen alles andere als berauschend und wollen sie vertreiben. Mit einiger Überzeugungsarbeit kann Blu sie davon überzeugen, dass von den Beiden keinerlei Gefahr ausgeht. Ganz im Gegenteil, sie wollen die Papageien vor den herannahenden Holzfällern und ihren Maschinen schützen.
Zuerst will Eduardo davon nichts wissen, doch als Blu ihm die Zerstörung zeigt, glaubt er ihm. Aber nicht nur die Papageien sind von der Rodung bedroht, sondern auch alle anderen Bewohner des Regenwaldes sind betroffen und so muß schnell ein Plan her, wie man die Holzfäller aufhalten kann.

 Mutig stellen sich Tulio und Linda den Arbeitern und ihren Maschinen  in den Weg. Doch beim Anblick der beiden Ornithologen, fangen diese nur höhnnisch an zu grinsen und wollen ihren Weg in den Dschungel fortsetzen, als ihr Blick in den Bäume fällt. Beim Anblick der unzähligen Vögel, Affen, Reptilien und anderen Regenwaldbewohnern vergeht ihnen das Grinsen schnell wieder. Unschlüssig halten die Arbeiter inne und wissen nicht so recht, was sie jetzt tun sollen.
Auf Blus Kommando gehen alle direkt zum Angriff über. Durch ihren Mut, ihr Geschick und ihre Wendigkeit gelingt es den Tieren tatsächlich, die Maschinen ausser Gefecht zu setzen und die Arbeiter in die Flucht zu schlagen. Und Eduardo muss sich eingestehen, dass ein "Haustier" als Schwiegersohn doch gar nicht so schlecht ist.
Da der Standort der seltenen Papageien nun bekannt ist, können Tulio und Linda das Waldgebiet unter Naturschutz stellen lassen und somit für Sicherheit sorgen. Und so kommt es, dass Blu, Jewel und ihre Kinder von jetzt an in Ruhe und Frieden bei Jewels Familie im Regenwald leben können.


Fazit:
wie auch schon im ersten Teil, bekommt man einen liebenswerten und unterhaltsamen Familienfilm geliefert. Die Story ist gut durchdacht und die Charaktere sind wieder äußerst liebevoll ausgearbeitet.
Die Beziehung zwischen Blu und seinem Schwiegervater erinnert einen unfreiwillig an Robert De Niro und Ben Stiller in "Meine Braut, ihr Vater und ich".
Doch allem Klamauk zum Trotz werden auch ernsthafte Töne angeschlagen und die Abholzung des Regenwaldes spielt einen zentrale Rolle, so wie die damit einhergehende Bedrohung vieler Arten. Dies geschieht zwar auf eine kindgerechte Art und Weise, doch bleibt die Dringlichkeit des Themas auch den jüngeren Zuschauern nicht verborgen.
Und auch wenn der Film ab und zu mal Schwächen oder Längen aufweist, bekommt man hier liebenswert schräge Unterhaltung geliefert. Ansehen lohnt sich also in jedem Fall!

Freitag, 6. Juni 2014

Prometheus (USA/GB 2012)

Darsteller: Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron, Idris Elba, Guy Pearce
Regie: Ridley Scott


In der Anfangssequenz sieht man einen noch ursprünglichen Planeten und ein fremdartiges humanoides Wesen, einen sogenannten "Engineer". Dieser trinkt eine Schale voll mit schwarzer Flüssigkeit. Daraufhin zersetzt sich langsam sein Körper, fällt ins Wasser und erschafft damit neues Leben. (Es könnte sich hierbei durchaus um die Erde handeln, es wird aber nicht näher definiert)

Isle of Skye, Schottland im Jahre 2089:
die beiden Wissenschaftler Dr. Elisabeth (Ellie) Shaw and Dr. Charles (Charly) Holloway entdecken in einer Höhle uralte Malereien, die Menschen mit riesigen Wesen zeigen, die zu den Sternen deuten. Ein Fund, der den Beiden nicht ganz unbekannt ist, wie sich später herausstellen wird.

An Bord des Forschungsschiffes Prometheus, 2093 (irgendwo im Weltall):
man sieht den Androiden David, wie er seine tägliche Routine absolviert und wie er sich mit Sport, Fernsehen und anderen Dingen die Zeit vertreibt. Unter anderem erlernt David alle möglichen antiken Sprachen und Schriften. Alle anderen Passagiere befinden sich noch im künstlichen Tiefschlaf. Als David eines Tages wieder einmal unterwegs ist, stoppt plötzlich das Schiff. David eilt zur Brücke und erhält die Nachricht, dass sie nach über zwei Jahren Reise ihr Ziel erreicht haben. Durch das Cockpit sieht er eine bestimmte Planetenkonstellation.
David macht sich auf, um die restliche Crew aus dem Tiefschlaf zu wecken und trifft dabei auf Meredith Vickers, die Leiterin der Expedition, die bereits selbstständig aufgewacht ist. Sie fragt David, ob es während des Flugs irgendwelche Zwischenfälle gegeben hat. Als er dies verneint, schickt sie ihn los, die anderen aufzuwecken und zu versorgen. Unter den restlichen Crew-Mitgliedern befinden sich auch Shaw und Holloway. Beim anschließenden Essen bekommt man einen ersten Eindruck von den einzelnen Charakteren, die später nochmal eine Rolle spielen werden.
Im Anschluß findet das Briefing für die gesamte Crew statt. Den Anfang macht eine Video-Hologramm des Sponsors der Expedition, Peter Weyland, der zum Zeitpunkt der Ausstrahlung schon verstorben ist. Weyland gibt einen Überblick über die Geschehnisse und über das Ziel der Expedition. Ausserdem stellt er David vor, zu dem er offensichtlich eine besondere emotionelle Beziehung hat. Am Ende seiner Botschaft übergibt Weyland das Wort an Shaw und Holloway. Die Beiden präsentieren ihre Forschungsergebnisse anhand von Höhlenmalereien, die aus unterschiedlichen Epochen stammen und von völlig unterschiedlichen Kulturen angefertigt wurden. Und doch zeigen sie alles ein und dasselbe Bild: Menschen mit riesigen Wesen, die zu den Sternen deuten und zwar auf die immer gleiche Sternenkonstellation. Genau an diesem Punkt ist die Prometheus heute angekommen. Sie erhoffen sich, hier die Antwort auf die Frage zu finden, woher wir stammen und wer uns erschaffen hat.
Dies stößt auf Skepsis bei einigen der anderen Wissenschaftler. 


Nach dem Briefing werden Ellie und Charly in die Räume von Meredith Vickers gebeten. Diese lebt mehr oder weniger auf den Rettungsboot der Prometheus und ist eine Person, die jegliche Art von Risiken scheut. Sie stellt klar, dass was immer Shaw und Holloway auf dem Planeten finden, sie sofort an Vickers zu berichten haben und keine eigenen Schritte, ohne ihre Zustimmung, einleiten dürfen.

Captain Janek bereitet zusammen mit seinen Co-Piloten die Landung auf dem fremden Planeten vor. Nach Eintritt in die Atmosphäre bietet sich ihnen ein eher karges Bild: Wüste mit Felsformationen, aber kein Wasser oder gar Vegetation.
Bei der Suche nach einem geeigneten Landeplatz fällt Charly eine merkwürdige Anordnung von Kuppeln auf, die seiner Meinung nach unmöglich natürlichen Ursprungs sein können. Er bittet den Captain, das Schiff in der Nähe zu landen. 
Der erste Forschungstrupp macht sich bereit, um die Kuppel näher zu erforschen: Shaw, Holloway, David, Dr. Ford, der Biologe Millburn und der Geologe Fifield. Die Atmosphäre auf dem Planeten ist höchst toxisch, weshalb alle gezwungen sind, Raumanzüge mit einer Luftversorgung zu tragen. Während alle ihre Anzüge anziehen und ihr Equipment zusammen suchen, kommt es zur ersten verbalen Auseinandersetzung zwischen Charly und David. Es ist offensichtlich, dass Charly ein Problem mit dem Androiden hat, doch wird nicht weiter darauf eingegangen. Es kristallisiert sich jedoch heraus, dass auch David eine Abneigung gegen Charly entwickelt. 
Als der Trupp Wissenschaftler an der Kuppel ankommt, entdecken sie einen schmalen Splat, durch den sie in das Innere gelangen. Jeder ist mit zwei Kameras ausgestattet, so dass Captain Janek und Vickers an Board der Prometheus alles beobachten können. Die Aufgabe von Fifield ist es, eine virtuelle 3D-Karte des merkwürdigen Gebildes anzufertigen. Fifield schickt kleine Drohnen los, die mit Hilfe von Sonar eine Karte erstellen, die wiederum direkt in den Kontrollraum der Prometheus übertragen und dort abgebildet wird. Anhand dieser Karte ist auch ersichtlich, wo genau sich jedes einzelne Mitglied des Forschungstrupps gerade aufhält. Während Fifields Sonden mit dem Kartografieren beschäftigt sind, findet sich die Gruppe Wissenschaftler in einem Labyrinth von Gängen und Kammern wieder. Im Gegensatz zu außen, ist die Atmosphäre im Innern der Kuppel reich an Sauerstoff und überhaupt nicht toxisch. Allen Warnungen zum Trotz nimmt zuerst Charly seinen Helm ab, dann auch alle anderen.
Als sie durch einen der Hauptgänge wandern, entdeckt David Schriftzeichen an der Wand. Er betrachtet sie sich aus der Nähe und als er sie mit dem Finger nachfährt, triggert er ein Video-Hologramm. In der Sequenz sieht man riesige Wesen, die den Gang entlang gerannt kommen. Gepackt von Neugier und der Vorahnung, dass es sich dabei um die Wesen von den Höhlenmalereien handeln könnte, nimmt der Trupp Wissenschaftler die Verfolgung auf. Das Hologramm endet an einer Tür, hinter der die Wesen verschwinden. Alle, bis auf eines, das vor der Tür hinfällt und liegen bleibt. 


Und tatsächlich liegt der Leichnam noch vor der geschlossenen Tür. Zumindest der Körper, denn der Kopf wurde von der Tür abgetrennt und befindet sich wahrscheinlich auf der anderen Seite. Über der Tür befinden sich ebenfalls die fremdartigen Schriftzeichen und neben der Tür sind mehrere Felder, die Tasten oder Schalter sein könnten. Charly bittet David, mit der Übersetzung der Schriftzeichen zu beginnen. Shaw und Ford machen sich an die Untersuchung des Leichnams, der schon in einem Grad der Versteinerung befindet. 
Fifield ist die ganze Sache überhaupt nicht geheuer und er beschließt, mit Millburn, den Rückweg zur Prometheus anzutreten. Der Rest bleibt, um den Fund weiter zu untersuchen.
Ellie datiert den Todeszeitpunkt des Wesens auf vor über 2000 Jahre. Charly ist darüber zutiefst entäuscht, hatte er doch gehofft, Antworten zu finden. Während alle mit dem Leichnam beschäftigt sind, gelingt es David, durch drücken der richtigen Tastenkombination, die Tür zu öffnen. Direkt dahinter liegt der Kopf des Wesens, in einem sehr guten Zustand, da der Raum durch die geschlossene Tür vollkommen abgeriegelt war. Doch außer dem Kopf entdecken sie noch etwas anderes: der Boden steht voll mit Vasen aus einem metallischen Material und an der Decke befindet sich eine Malerei, die ein humanoides Wesen zeigt. Shaw und Ford machen sich daran, den Kopf zu verpacken, um ihn mit zur Prometheus zu nehmen, Charly und David sehen sich weiter im Raum um.
Da unterbricht sie eine Nachricht von der Prometheus, eine Sturmfront zieht auf und die Gruppe soll sofort zum Schiff zurückkehren.  Bevor sie den Raum verlassen, schafft es David noch, unbemerkt eine der Vasen einzupacken. 
Als sie die Kuppel verlassen, baut sich in der Tat ein gewaltiger Sandsturm auf. Eilig treten sie mit ihren Quads den Rückweg an, doch auf den letzten Metern holt sie der Sturm ein. Während David und Ford es noch sicher in den Hangar schaffen, verliert Ellie in den Turbulenzen die Tasche mit dem geborgenen Schädel. Ohne lange zu überlegen, springt sie hinterher, wird vom Sturm erfasst und bleibt an einem Felsen hängen. Als Charly sieht, was mit Ellie passiert ist, wendet er und fährt hinter ihr her. Das Quad wird umgerissen, doch er kann Ellie erreichen und beide klammern sich verzweifelt am Felsen fest. Da geht plötzlich eine Seitentür der Prometheus auf und David erscheint. Er sichert sich an einer Seilwinde, springt direkt in den tobenden Sturm und landet relativ genau bei Shaw und Holloway. Mit einem Karabiner sichert David Ellie und gibt den beiden ein Zeichen. Daraufhin betätigt er die Seilwinde und alle Drei (inkl. dem Schädel) werden sicher zurück an Bord gezogen. Während Charly Ellie mit Vorwürfen über ihr verantwortungsloses Verhalten bombadiert, erkundigt sich David nach ihrem Wohlergehen und Ellie bedankt sich bei ihm für die Rettung.


In der Zwischenzeit befinden sich Millburn und Fifield noch immer in der Kuppel und haben sich hoffnungslos verlaufen. Captain Janek nimmt Funkverbindung mit ihnen auf und erklärt, dass aufgrund des Sturms kein Trupp aufbrechen kann, um sie zurückzuholen. Davon sind die beiden Wissenschaftler wenig begeistert, doch sie fügen sich ihrem Schicksal. Auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz stoßen sie auf ein äußerst beunruhigendes Bild: eine ganze Gruppe von den riesigen Wesen, alle tot und bei einigen scheint der Brustkorb von innen heraus aufgebrochen worden zu sein.
Irritiert und verängstigt wandern Millburn und Fifield weiter und kommen schließlich zu dem Raum mit den Vasen zurück, den sie zu Anfang mit den anderen entdeckt hatten. Auch hier bietet sich ein beunruhigender Anblick: aus den Vasen läuft eine dickflüssige schwarze Masse aus. Trotz aller Widrigkeiten beschließen die Beiden, hier ihr Nachtlager aufzuschlagen. Doch zur Ruhe kommen sie erst gar nicht, als Millburn plötzlich ein schlangenähnliches Wesen entdeckt, dass sich in der schwarzen Flüssigkeit bewegt. Als Biologe ist sofort seine Neugier geweckt. Während Fifield lieber Abstand hält, nähert sich Millburn dem Wesen. Dies attackiert ihn, umschlingt seinen Arm und drückt immer fester zu. Fifield eilt Millburn zur Hilfe, doch beim Versuch, das Wesen von Millburns Arm zu schneiden, verätzt er sich mit dem Blut des Wesens das ganze Gesicht. Fifield fällt tot zu Boden, direkt in die schwarze Flüssigkeit. Obwohl er das Wesen in zwei Hälften geschnitten hat, ist es nicht tot. Ihm wächst ein neuer Kopf und es verstärkt den Druck auf Millburns Arm so sehr, dass dieser bricht. Als Millburn vor Schmerz aufschreit, schlüpft das Wesen in seinen Mund und verschwindet in seinem Inneren. Von alle dem hat man an Bord der Prometheus nichts mitbekommen. 

Während Shaw, Ford und David sich daran machen im Labor den Schädel zu untersuchen, sind Charly und Vickers nur stumme Beobachter. Wie sich herausstellt, ist das Äußere des Schädels nicht versteinert, sondern es handelt sich dabei um eine Art Helm. Als David den Helm abnimmt, kommt darunter ein Gesicht hervor, dass schon fast menschlich sein könnte. Der Kopf ist in einem tadellosen Zustand, deshalb beschließt Shaw die Nerven mit Strom zu stimulieren, um zu sehen, ob sie noch reagieren. Tatsächlich fangen die Muskeln an zu zucken und das Gesicht bewegt sich. Doch als der Strom hochgedreht wird, gerät das Experiment außer Kontrolle und der Schädel zerplatzt. Charly verlässt daraufhin kopfschüttelnd das Labor. Shaw und Ford beginnen mit einer DNA-Analyse des Wesens. 
Auch David verlässt das Labor und man sieht ihn, wie er eine Unterhaltung mit jemandem führt, der in einer Schlafkammer liegt und den man nicht sieht. Nachdem David das Zimmer verlassen hat, wird er von Vickers abgefangen, die ziemlich energisch von ihm verlangt, ihr zu sagen, was sein Gesprächspartner gesagt hat. Als David sich weigert, will sie ihn zwingen, erkennt jedoch, dass es wenig Sinn hat. Deutlich wird jedoch, wie sehr Vickers David hasst.
Nach der Konfrontation mit Vickers und dem Gespräch mit der noch unbekannten Person, fängt David  an, die Vase zu untersuchen, die er unbemerkt an Bord geschmuggelt hat. Darin befinden sich Kapseln, die die schwarze Flüssigkeit enthalten. David bricht eine Kapsel auf, entnimmt einen Tropfen der Flüssigkeit und weiß auch schon genau, was er damit machen will. 
Im Aufenthaltsraum trifft er auf Charly, der inzwischen schon ziemlich betrunken ist. David bietet ihm eine weitere Flasche Alkohol an und die Beiden kommen ins Gespräch. Als Charly David erklärt, dass er bereit ist alles dafür zu tun, um seine Antworten zu bekommen, schenkt David ihm ein Glas ein und lässt unauffällig den Tropfen schwarze Flüssigkeit hineinfallen. Charly trinkt es in einem Zug aus. 
Im Labor machen Shaw und Ford inzwischen eine unglaubliche Entdeckung: die DNA des Wesens stimmt exakt mit unserer menschlichen DNA überein. 
In ihrem Quartier versucht Ellie das Videomaterial auszuwerten, dass sie auf der ersten Expedition aufgenommen haben, als plötzlich Charly mit einer Rose auftaucht. Es hatte sie eingefroren, um damit ihre Entdeckung feiern zu können. Als Ellie ihm vom Ergebnis der DNA-Analyse erzählt, zeigt Charly sich wenig beeindruckt. Die Beiden beginnen zu streiten, versöhnen sich jedoch recht schnell wieder und verbringen die Nacht miteinander.


Am nächsten Morgen fühlt sich Charly hundeelend und mit einem Blick in den Spiegel entdeckt er, dass sich irgendetwas in seinem Körper ausbreitet, das dort nicht hingehört.
Trotzdem schließt er sich dem Rettungstrupp an, der unter Führung von Captain Janek aufbricht, um nach Millburn und Fifield zu suchen. Ellie und David sind auch mit dabei.
An der Kuppel angekommen, teilt sich die Gruppe. David wird losgeschickt, um nach einer von Fifields Drohnen zu suchen, die Signale ausgesendet hat, die auf eine Lebensform hindeuten. Allerdings sind die Signale unregelmässig und David soll der Sache auf den Grund gehen.  Der Rest macht sich auf die Suche nach den beiden verschwundenen Wissenschaftlern. Im Raum mit den Vasen stoßen sie auf den Leichnam von Millburn, von Fifield fehlt jedoch jegliche Spur. Als Janek sich Millburns Leiche etwas genauer ansehen will, taucht plötzlich das schlangenartige Wesen aus Millburns Innerem auf und verschwindet wieder in der schwarzen Flüssigkeit. Da bricht Charly von Krämpfen geschüttelt zusammen. Seine Haut weisst starke Veränderungen auf, er wirkt fiebrig und hat ungeheuerliche Schmerzen. Shaw besteht darauf, ihn sofort zurück zur Prometheus zu bringen.

Zur gleichen Zeit hat David die Drohne ausfindig gemacht, die die widersrüchlichen Signale aussendet. Sie schwebt vor einer geschlossenen Tür. Als David die Tür öffnet, sieht er vor sich ganze Türme der Vasen und gelangt durch einen schmalen Gang in einen Raum, in dem sich Schlafkammern befinden, die denen der Prometheus ähnlich sind, wenn sich die Crew im Tiefschlaf befindet. Alle scheinen nicht mehr funktionstüchtig zu sein. Alle, bis auf eine, in der sich tatsächlich einer der Riesen befindet, die sie in dem Video-Hologramm gesehen haben und seine Vitalfunktionen sind noch vorhanden.
Doch das ist nicht alles, David entdeckt einen Sitz, vor einer Art Schaltpult. Er sitzt sich und drückt einige der Knöpfe. Damit triggert er erneut ein Video-Hologramm. Es zeigt die Riesen, wie sie in den Raum kommen und sich in ihre Schlafkammern begeben. Einer von ihnen nimmt in dem Sitz platz, spielt eine kurze Melodie und aktiviert damit das Schaltpult. Dann beginnt auch er, bestimmte Knöpfe zu drücken und die Sequenz ist vorbei. David nimmt die Pfeife vom Schaltpult, spielt die gehörte Melodie nach und aktiviert damit ebenfalls das Schaltpult und eine Hologramm-Karte, die alle möglichen Galaxien und Sternenbilder zeigt. In der Mitte der Karte befindet sich ein bekannter Planet, die Erde. Doch durch Charlys bedenklichen Gesundheitszustand ist auch David gezwungen, mit dem Rest des Trupps zur Prometheus zurückzukehren.
Auf dem Rückweg verschlechtert sich Charlys Zustand dramatisch und Ellie fordert über Funk ein medizinisches Rettungsteam an, dass sie am Hangar erwarten soll.
Doch am Hangar wartet kein Rettungsteam, sondern Meredith Vickers mit einem Flammenwerfer, die mit allen Mitteln versuchen will, den kranken Charly daran zu hindern, an Bord zu kommen. Da Charly weiß, dass er sterben wird, läuft er direkt auf Vickers zu. Diese setzt ihn in Brand und Charly stirbt. 
Daraufhin bricht Ellie zusammen und kommt erst auf der Krankenstation wieder zu sich, als David sie gerade untersuchen will. Beim Scan stellt David fest, dass Ellie schwanger ist. Für sie ein Ding der Unmöglichkeit, dann Ellie kann keine Kinder bekommen. Mit dem Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, verlangt sie einen Schwangerschaftsabbruch. David weigert sich und schlägt ihr stattdessen vor, sie wieder in den künstlichen Tiefschlaf zu versetzen, bis sie zur Erde zurückgekehrt sind. Ellie ist damit nicht einverstanden und wird hysterisch. Daraufhin betäubt David sie. Als Ellie erneut zu sich kommt, sind Ford und ein Assistent gerade dabei, sie auf den künstlichen Schlaf vorzubereiten. Ellie gelingt es, die beiden zu überwältigen und zu flüchten. Im Quartier von Vickers befindet sich ein sogenannter MedPod, der alle möglichen Eingriffe durchführen kann. Ellie besteigt den Apparat und lässt eine Unterleibsoperation vornehmen. Doch das, was aus ihrem Inneren zum Vorschein kommt, ist alles andere, als ein menschlicher Fötus. Zutiefst entsetzt, verlässt Ellie den MedPod und sperrt das Wesen darin ein. Mit einer ordentlichen Portion Desinfektionsmittel glaubt sie, das Wesen getötet zu haben.
Gleichzeitg taucht vor dem Hangar der Prometheus Fifield auf. Oder zumindest das, was von ihm übrig ist. Er ist vollkommen mutiert und als der Hangar sich öffnet, geht er ohne Vorwarnung auf die Crew los. Etliche sterben, bevor es Captain Janek und seinem Co-Piloten gelingt, den Mutant zu töten.
Während überall an Bord die Alarmsignale ertönen, läuft Ellie benommen und mit Schmerzmittel vollgepumpt orientierungslos durch die Gänge. Als sie stehen bleibt, sieht sie David, wie er einem uralten Mann in einen Raumanzug hilft. Bei dem Mann handelt es sich um niemand anderen, als um Peter Weyland, der die Mission finanziert hat. Eigentlich hätte Weyland schon längst tot sein sollen, aber er hat sich die ganze Zeit über an Bord befunden und hofft nun von dem letzten lebenden Wesen, die Antwort auf die Frage nach ewigem Leben. 
Auch wenn ihr Gesundheitszustand nach dem Eingriff nicht der beste ist, will Ellie an dieser letzten Expedition teilnehmen, denn auch sie hat Fragen an das Wesen, dass sie 'Engineer' nennt.
Im Aufenthaltsraum trifft Ellie auf Janek, der gerade von seiner Begegnung mit dem mutierten Fifield zurückkehrt. Die beiden unterhalten sich und sind sich schnell darüber einig, dass keines dieser Wesen jemals die Erde erreichen darf.
Bevor die Gruppe um Peter Weyland aufbricht, findet noch ein Gesräch zwischen ihm und Meredith Vickers statt, aus dem hervorgeht, dass sie seine Tochter ist. Weyland wirkt ihr gegenüber sehr schroff und es wird klar, dass er für sie nie viel übrig hatte und David ihr vorgezogen hat.


Dann macht sich die Gruppe endlich auf den Weg und David führt sie direkt in den Raum, in dem der letzte lebende Engineer in seiner Kammer ruht. In dem Raum davor entdeckt Ellie tausende der dunklen Vasen, die fein säuberlich an den Wänden aufgetürmt sind. Als sie den Engineer erreichen, öffnet David die Kammer und das Wesen erwacht. Erstaunt blickt es auf die Menschen und David versucht, mit den erlernten Sprachen, Kontakt aufzunehmen. Zuerst scheint dies auch zu funktionieren, bis sich Ellie in die Konversation einmischt und unsanft mit einem Schlag in den Bauch zum Schweigen gebracht wird. Daraufhin wird der Engineer wütend und geht auch die Gruppe los. Er reißt David den Kopf ab und schlägt Weyland damit nieder. Danach nimmt er sich Ford und die beiden Leibwächter vor. In dem ganzen Tumult kann Ellie entkommen. Sie sieht noch, wie der Engineer das Schaltpult aktiviert, sich auf dem Pilotensitz niederlässt und das Raumschiff startklar macht. Sein Ziel: die Erde.

An Bord der Prometheus haben Janek, Vickers und die beiden Copiloten das Massaker an den Bildschirmen verfolgt. Vickers gibt Janek den Befehl, nach Hause zurückzukehren. Janek will gerade das Schiff startklar machen, als sich Ellie über Funk meldet und erklärt, dass es sich bei der Kuppel in Wirklichkeit um einen Hangar für ein Raumschiff handelt und dieses Raumschiff wird Kurs auf die Erde nehmen. Janek wirft daraufhin einen Blick auf die 3D-Karte und tatsächlich lässt sich dort eindeutig die Struktur eines Raumschiffes erkennen. Ellie fleht ihn an, um jeden Preis zu verhindern, dass das fremde Raumschiff den Planeten verlässt. Ansonsten ist keine Erde mehr da, zu der sie zurückkehren könnten. Janek erkennt, dass es nur einen sicheren Weg gibt, den Engineer aufzuhalten und bittet Vickers, sich zu ihrer Rettungskapsel zu begeben. Diese verlässt sofort das Cockpit, als sie begreift, was Janekt vorhat. Er stellt die gleiche Bitte an seine Copiloten, doch diese weigern sich, die Prometheus zu verlassen. 
Als das Raumschiff des Engineers abhebt, gibt Janek vollen Schub und steuert die Prometheus mitten in das andere Schiff hinein. Ellie beobachtet die Kollision vom Boden aus und sieht auch Vickers, die mit ihrer Rettungskapsel gerade unsanft landet. Als die Trümmer der beiden Raumschiffe zu Boden stürzen, rennen die beiden Frauen um ihr Leben. Vickers wird von den Trümmern erschlagen, während Ellie wie durch ein Wunder überlebt. Völlig entkräftet schafft sie es noch zur Rettungskapsel, die zwar beschädigt, aber noch funktionsfähig ist und betritt sie. Als Ellie sich im Inneren umsieht, entdeckt sie den Raum mit dem Medpod, in dem sie den fremdartigen Fötus aus sich herausoperiert hat. Wie sich herausstellt, ist das Wesen nicht tot, sondern quicklebendig und zu einer beachtlichen Größe herangewachsen. Entsetzt weicht Ellie von der Tür zurück, aber das Wesen ist in dem Raum gefangen. Sie ist gerade dabei, ein paar nützliche Dinge zu packen, als sich plötzlich David über Funk bei ihr meldet. Der Android ist offensichtlich noch funktionsfähig und warnt Ellie davor, dass der Engineer den Absturz überlebt hat und sich nun auf dem Weg zu ihr befindet. Kaum hat David seine Nachricht beendet, hört Ellie auch schon die Tür aufgehen. Sie will noch schnell in Deckung gehen, aber der Engineer hat sie schon entdeckt und stürmt auf sie zu. Es gelingt ihr, den Engineer in Richtung der Tür zur Krankenstation zu locken und als er sie packt, betätigt Ellie den Türöffner. Sofort kommt das riesige tintenfischartige Wesen zum Vorschein, greift sich den Engineer und wirft ihn zu Boden. Bevor es sich auch Ellie greifen kann, ist diese schon verschwunden und bricht draußen völlig erledigt zusammen. Erneut reißt sie Davids Stimme aus ihren Gedanken. Der Android ist "erleichtert" darüber, dass sie noch am Leben ist und bittet sie, zu ihm zu kommen und ihn zu bergen. Zuerst sieht Ellie keinen Sinn darin, doch David versichert ihr, dass er sie von dem Planeten wegbringen kann. In den anderen Kuppeln befinden sich weitere Rauschiffe und David weiß, wie er sie navigieren und steuern muß. Das überzeugt Ellie schließlich und sie macht sich auf den Weg zu ihm. Als Ellie den Androiden findet, ist sein Kopf zwar abgetrennt, aber er ist tatsächlich noch voll funktionsfähig. Während Ellie sich daran macht, David zu bergen, fragt dieser sie, ob er sie zurück zur Erde bringen soll. Sie verneint dies und fordert David auf, sie zur Heimat der Engineers zu bringen. Dort erhofft Ellie zu erfahren, warum sie die Erde, die sie geschafffen hatten, wieder vernichten wollten.
In der nächsten Einstellung sieht man ein Raumschiff davonfliegen.

Während Ellie und David den Planeten wieder verlassen haben, tut sich in der Rettungskapsel etwas. Man sieht die Leiche des Engineers, daneben liegt das tote Wesen. Plötzlich gerät der tote Körper des Engineers in Bewegung und aus seinem Inneren bricht ein weiteres Wesen hervor, dass sozusagen den Prototyp des bekannten Alien darstellt.


Fazit:
für mich einer der besten Science Fiction Filme überhaupt.
Konzipiert als Prequel zur Alien-Reihe, fällt es mir persönlich schwer, den Film dort zu zuordnen. Bis auf die letzten Minuten, in denen ein Alien zu sehen ist, verfolgt der Film nämlich eine ganz eigene Story und bildet noch lange nicht den Übergang zu Alien. Was bei vielen Fans zu heftiger Kritik geführt hat, gefällt mir sehr gut, da ich Prometheus lieber als eigenständigen Film betrachte.
Typisch Ridley Scott, lässt der Film zum Schluss mehr Fragen offen, als er beantwortet, aber auch darin liegt für mich der Reiz. Ich habe Prometheus an die 20x gesehen und noch immer fallen mir Dinge auf, die ich vorher nicht wahrgenommen habe. Deshalb wird der Film auch nie langweilig.

Es gibt aber tatsächlich eine eindeutige Parallele  zu Alien: getragen wird der Film von einer starken weiblichen Hauptdarstellerin, die unfreiwillig an Ellen Ripley erinnert. Ob das gewollt ist oder nicht, lassen wir mal offen. Neben David und Janek gehört Shaw auch zu meinen Lieblingsfiguren, weil man sie am Anfang leicht unterschätzt und sie sich dann als ganz schön harter Hund entpuppt.
Großen Spaß macht mir auch David, der sich komplett von allen Androiden unterscheidet, die man bisher in den Alien-Filmen gesehen hat. Und ich frage mich immer wieder, das seine Motivation hinter den Dingen ist, die er tut. So ganz glaube ich nicht daran, dass es sich um absoluten Gehorsam gegenüber seinem Schöpfer handelt, denn dazu ist David zu selbstständig.

Kurz und knapp kann ich sagen: großartiger Film, mit einer genialen Story, großartigen Charakteren und einem enormen Staraufgebot. Ich werde ihn mir bestimmt noch ein paar Mal ansehen.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Der Grüffelo (GB/DE 2009)

Mit den Stimmen von: Christian Ulmen, Heike Makatsch und Otto Sander
Regie: Max Lang und Jakob Schuh


Die kleine Maus ist hungrig und beschließt, zum Haselnussbaum auf dem Hügel zu marschieren. Doch dazu muss sie den Wald durchqueren, was für ein so kleines Tier ziemlich gefährlich ist. Der Magen knurrt unerbittlich und sie macht sich auf den Weg.
Weit kommt die kleine Maus allerdings nicht, als plötzlich der Fuchs vor ihr steht. So ein Happen kommt ihm gerade recht und er will das Mäuschen zum (als) Essen in seinen Bau einladen. Dumm ist die Maus nicht und sie weiß ganz genau, was ihr im Fuchsbau blüht. Da hat sie eine Idee: dankend lehnt sie die Einladung des Fuchs ab und erklärt ihm, dass sie schon mit dem Grüffelo verabredet ist. Verwundert schaut der Fuchs sie an. Von einem Grüffelo hat er noch nie gehört. Sofort fängt das Mäuschen an, ihren erfundenen Freund zu beschreiben und lässt auch nicht aus, dass der Grüffelo gern Fuchs am Spieß verspeist. Als der Fuchs von dem grässlichen riesigen Tier mit den fürchterlichen Klauen und Zähnen hört, nimmt er schnell reißaus.
Die kleine Maus jedoch freut sich darüber, wie sie mit ihrer Geschichte den Fuchs in die Flucht geschlagen hat und setzt ihren Weg fort.


Während sich die Maus noch über die Dummheit des Fuchs amüsiert, bemerkt sie einen Schatten über sich und ehe sie sich versieht, hat die Eule sie geschnappt und auf einen Ast geschleppt.
So ein leckerer Happen kommt der Eule gerade recht und sie lädt sie kleine Maus ihn ihre Höhle ein. Doch die lehnt dankend ab und erklärt der Eule, dass sie ja schon mit dem Grüffelo verabredet ist. Verwirrt blickt die Eule die Maus an. Von einem Grüffelo hat sie noch nie gehört. Die Maus lässt sich nicht zweimal bitten und beschreibt der Eule ihren imaginären Freund in schaurigen Details und erwähnt natürlich auch, dass der Grüffelo am liebsten Eule mit Zuckerguß isst. Als die Eule von feurigen Augen, schrecklichen Tatzen und giftigen Warzen hört, fliegt sie schnell fort und lässt die Maus zurück. Diese klettert fröhlich vom Baum herunter und lacht über die Dummheit der Eule. 
Gutgelaunt setzt sie ihren Weg zum Haselnussbaum fort, denn sie hat immer noch großen Hunger. Sie kommt an einen kleinen Teich, den sie mutig durchquert, als sie eine Schlange bemerkt.


Bevor sie weiß, wie ihr geschieht, hat sie die Schlange schon eingewickelt und will die Maus in ihr Nest bringen. Unser Mäuschen ist nicht auf den Mund gefallen und erklärt auch der Schlange, dass sie ja schon mit dem Grüffelo verabredet ist und deshalb leider nicht mitkommen kann.
Verwundert hält die Schlange inne und sieht die Maus fragend an. Von einem Grüffelo hat sie ja noch nie gehört. Da denkt sich die Maus erneut eine grausige Beschreibung für den Grüffelo aus und betont besonders, dass der Grüffelo unheimlich gern Schlangenpürree verzehrt. Als die Schlange von Stacheln am Rücken, einer laaangen Zunge und knotigen Knien hört, schlängelt sie blitzschnell davon.
Und wieder lacht die Maus über die Dummheit der anderen. Offensichtlich glaub ihr jeder die Geschichte vom Grüffelo. Höchst zufrieden setzt sie ihren Weg fort und gelangt in einen sehr dünsteren und unheimlichen Teil des Waldes. Den muss die Maus noch durchqueren, dann ist sie endlich am Hügel und damit auch am Haselnussbaum angekommen.


Doch oh Schreck, welch grässliches Wesen sitzt dort unter dem Baum? Mit feurigen Augen, schrecklichen Klauen, fürchterlichen Zähnen, giftigen Warzen und Stacheln auf dem Rücken. Der Maus wird ganz mulmig zumute, denn dort sitzt tatsächlich ein Grüffelo. Der sieht auch schon das Mäuschen kommen und schnappt es sich geschwind. Amüsiert betrachtet er seine kleine Beute und verrät der Maus, dass er sie jetzt zusammen mit einem Butterbrot verspeisen wird.
In ihrer Not hat die Maus eine Geistesblitz und sagt ganz frech, dass dies ja gar nicht sein könne, da alle Tiere im Wald Angst vor ihr hätten. Der Grüffelo fängt lauthals an zu lachen, doch die Maus will es ihm beweisen und fordert ihn auf, hinter ihr herzugehen. Gespannt, was jetzt passiert, willigt der Grüffelo ein und die beiden marschieren los. 


Als sie eine Weile gelaufen sind, begegnen sie der Schlange. Die kleine Maus grüßt die Schlange fröhlich, doch die Schlange nimmt sie gar nicht wahr. Sie schaut nur starr vor Schreck auf den Grüffelo, der hinter der Maus steht. Schnell verabschiedet sich die Schlange und verzieht sich unter einen Holzstapel. Die Maus schaut zufrieden zum Grüffelo hinauf, der beeindruckt ist.
Sie marschieren weiter und hören wenig später die Eule rufen. Freundlich grüßt die Maus die Eule, doch diese starrt nur auf den Grüffelo. Hastig verabschiedet sich die Eule und fliegt eilig davon. Wieder schaut die kleine Maus den Grüffelo an und der zeigt sich erneut beeindruckt.
Als sie ein gutes Stück weitergelaufen sind, treffen sie auf dem Weg den Fuchs. Die Maus grüßt ihn freundlich, doch auch der Fuchs starrt nur sprachlos auf den Grüffelo. Völlig verängstigt verabschiedet er sich und rennt davon. Höchst zufrieden dreht sich die Maus zum Grüffelo um und sieht ihn an.


Doch ganz so beeindruckt, wie sie gehofft hatte, ist er dann leider doch nicht. Sein Hunger auf die kleine Maus ist immer noch groß und als er sie sich schnappen will, knurrt unüberhörbar der Magen der Maus. Sie sieht den Grüffelo erneut an und sagt ihm, dass jetzt gut eine Portion Grüffelogrütze vertragen könnte.
Der Grüffelo schaut die Maus an, überlegt kurz und flüchtet schreiend in den Wald.

Zufrieden sammelt die Maus eine Haselnuß auf, setzt sich in Ruhe auf einen Stein und verspeist die Nuß mit großem Appetit.


Fazit:
ein herzallerliebster Animationsfilm, nach dem gleichnamigen Kinderbuch, der mit seiner kurzen Laufzeit von ca. 27 Minuten auch gut für kleine Kinder geeignet ist. Die Geschichte ist wirklich liebevoll gestaltet und die Charaktere gut getroffen.
Meine Tochter und ich sind große Fans des Buches und auch der Film hat uns sehr gut gefallen.
Uneingeschränkt empfehlenswert.





Montag, 14. April 2014

Noah (USA 2014)

Darsteller: Russell Crowe, Jennifer Connelly, Anthony Hopkins, Emma Watson, Logan Lerman, Ray Winstone
Regie: Darren Aronofsky


Der Schöpfer erschuf Adam und Eva als die ersten Menschen. Nach dem Sündenfall vertrieb er sie aus dem Paradies. Adam und Eva bekamen drei Söhne: Kain, Abel und Seth. Als Kain seinen Bruder Abel erschlug, musste er fliehen und daraus entstand das Volk der Kinder des Kains. Ein wildes kriegerisches Volk, ohne jegliche Achtung vor anderen Lebewesen und der Welt in der sie leben. Sie bauen Städte, betreiben Minen und hinterlassen nichts weiter als Zerstörung. 
Hingegen sind die Kinder des Seth ein friedliebendes Volk, die die Natur und den Schöpfer achten und es sogar ablehnen, Fleisch zu essen. Doch im Gegensatz zu den Kindern Kains, existieren von ihnen nur noch einige Wenige. Zu den Letzten dieses Volkes gehören Noah und sein Vater Lamech. Als Noahs Vater ihm das Vermächtnis seines Volkes übergeben will, taucht plötzlich Kubal-Cain, Anführer der Kinder Kains, mit einigen seiner Männer auf. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, in der Noahs Vater getötet wird. Noah selbst, kann sich verstecken und somit entkommen.

Viele Jahre später, lebt er mit seiner Frau und den drei Söhnen als Einsiedler in einer unwirtschaftlichen Welt. Alles ist karg, es gibt kaum noch Vegetation und die Resourcen sind knapp. Als Noah mit seinen beiden ältesten Söhnen Shem und Ham auf der Suche nützlichen Dingen ist, treffen sie auf einen Trupp Jäger (Kinder des Kains), die ein verwundetes Tier verfolgen. Obwohl sich die Jäger außerhalb ihrer Grenze befinden, wollen sie sich die fette Beute nicht entgehen lassen. Noah stellt sich ihnen in den Weg, es kommt zum Kampf und Noah tötet die Jäger. Zu Hause erzählt er seiner Frau Naameh davon. Die Beiden sind zutiefst besorgt, denn soweit haben sich die Kinder Kains bisher noch nie in ihr Land vorgewagt. In der Nacht hat Noah eine Vision: er sieht, wie der Schöpfer alles Leben auf der Erde vernichtet. Nur er, Noah, überlebt.
Am nächsten Morgen beschließt die Familie, ihr zu Hause zu verlassen. Es ist nicht mehr sicher und sie wollen sich auf die Suche nach Noahs Großvater Methusalem machen. In seiner Vision hat Noah auch Methusalems Berg gesehen und dort erhofft er sich von dem alten, weisen Mann, dass dieser die Zeichen deuten kann. Und so machen sie sich auf den Weg. Vorallem für die Kinder ist es eine lange und gefährliche Reise. 


Auf ihrem Weg kommen sie zu einer verlassenen Mine der Kinder des Kains. Alles ist schon halb verfallen und es scheint, als wäre hier seit Jahren niemand mehr gewesen. Doch der Schein trügt, beim näherkommen entdecken die Reisenden einige noch recht frische Leichen. Dem Anschein nach ebenfalls Wanderer, so wie sie. Die Familie will sich schon abwenden, als sie einen leisen Hilfeschrei vernehmen. Und tatsächlich findet Shem ein kleines Mädchen, dass zwar schwer verletzt, aber noch am Leben ist. Sie wollen sich gerade um die Wunde der Kleinen, die Ila heißt, kümmern, als am Rand der Mine eine Gruppe Jäger auftaucht. Noah und seine Familie rennen um ihr Leben, doch die Jäger sind ihnen dicht auf den Fersen. Sie erreichen den Rand einer Steinwüste, das Land der Wächter, doch lassen sie sich davon nicht aufhalten. Zuerst bleiben die Jäger an der Grenze zurück, doch dann nehmen einige wagemutige die Verfolgung wieder auf. Kurze Zeit später haben sie die Familie eingeholt. Noah stellt sich ihnen entgegen, bereit, seine Familie zu beschützen, als etwas unglaubliches geschieht. Die Felsen fangen an, sich zu bewegen. Die Wächter erwachen und sie sind gar nicht gut auf die Menschen zu sprechen. Noch bevor die Jäger wissen, wie ihnen geschieht, sind sie tot. Noah und seine Familie hingegen, werden eingefangen und fortgeschleift. In einem Canyon kommen sie wieder zu sich. Vom Rand aus beobachten sie einige der Wächter und beschließen, sie dort unten verrecken zu lassen.
In der Nacht geschieht etwas Unvorhergesehenes. Eines der Wesen verhilft Noah und seiner Familie zur Flucht und führt sie ausserdem noch zu Methusalems Berg. Unterwegs erzählt der Wächter ihnen, woher die Wut auf die Menschen kommt. Einst waren sie Engel und als Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben werden sollten, ergriffen sie Partei und stellten sich gegen den Schöpfer. Dieser war darüber so zornig, dass er sie ein für alle Mal auf die Erde verbannte. Allerdings nicht in ihrer ursprünglichen Form, sondern missgestaltet müssen sie seitdem auf der Erde wandeln. Doch nicht alle Menschen sind schlecht, deshalb hat er beschlossen, Noah zu helfen. Am Berg angekommen, machen Noah und Shem sich an den beschwerlichen Aufstieg. Der Rest bleibt in der Obhut des Wächters zurück. 
Hoch oben auf dem Berg, versteckt in einer Höhle, lebt Methusalem. Der alte Mann heißt Noah und sienen Sohn herzlich willkommen und Noah erzählt ihm von seiner Vision. Doch so richtig schlau wird auch Methusalem nicht daraus. Methusalem gibt Noah einen Tee zu trinken, der ihn in einen tiefen Schlaf fallen lässt. Noah hat eine erneute Vision und dieses Mal ist alles viel klarer als zuvor: Gott wird alles Leben mit einer gigantischen Flut hinfort spülen, doch Noah und seine Familie werden auf einem riesigen Schiff überleben. Und auch Tiere sind an Bord, von jeder Art ein Paar, damit auch sie gerettet werden können. Als Noah erwacht, weiss er endlich, was seine Bestimmung ist. Zum Abschied überreicht Methusalem ihm ein Samenkorn, dass er einpflanzen soll.
Zurück am Fuß des Berges, ist Noah gerade dabei das Samenkorn zu pflanzen, als plötzlich eine Gruppe Wächter auftaucht. Sie sind gekommen, um ihren Kumpanen, der der Familie verbotenerweise geholfen hat, zu holen und zu bestrafen. Gerade als sie ihn wegschleppen wollen, bricht die Erde auf und dort wo das Samenkorn gepflanzt wurde, strömt Wasser heraus. Aus einem kleinen Rinnsal wird ein Bach und schließlich ein Fluß, der immer weiter und weiter fließt. Überall rund um das Wasser beginnen aus dem Nichts Bäume, Pflanzen und Gräser zu wachsen und schon bald ist alles von einem dichten grünen Wald umgeben. Ehrfürchtig betrachten die Wächter dieses Wunder und erklären sich bereit, Noah beim Bau seines Schiffes zu unterstützen. So beginnt der Bau der Arche, wie sie genannt wird, die groß genug werden muß, damit alle Tiere auf ihr Platz finden.


Jahre vergehen, Noahs älteste Söhne sind inzwischen erwachsen geworden und auch Ila ist zu einer jungen Frau herangewachsen. Shem und Ila sind ein Paar, was den Neid von Shems Bruder Ham hervorruft. Da sie die Letzten ihres Volkes sind, wird es für ihn unmöglich sein, selbst eine Frau zu finden. Doch auch die Beziehung von Shem und Ila ist nicht einfach, denn aufgrund ihrer alten Verletzungen ist Ila nicht in der Lage, Kinder zu bekommen. Somit werden die Kinder Seths mit Noahs Familie aussterben.
Der Bau der Arche schreitet gut voran, das Schiff ist schon fast fertig, als die ersten Tiere eintreffen. Ein gigantischer Schwarm Vögel fliegt auf das Schiff zu und lässt sich im Inneren nieder. Doch so ein riesiger Schwarm Vögel bleibt nicht unentdeckt und so tauchen schon bald Kinder Kains mit ihrem Anführer Kubal-Cain am Rand der Lichtung auf. Ungläubig bestaunen sie das riesige Schiff und wissen nicht so recht, was sie von diesem Anblick halten sollen. Doch beim Anblick der vielen steinernen Wächter, wagen sie sich nicht näher heran und ziehen vorerst wieder ab. Doch Noah weiß, dass sie wiederkommen werden, sobald der Regen anfängt und dann wird das Zusammentreffen nicht ganz so friedlich ablaufen. Fieberhaft arbeiten alle daran, die Arche fertigzustellen, während die Kinder Kains ganz in der Nähe der Baustelle eine Siedlung errichten. Schon bald darauf, tauchen die Insekten, Reptilien und Amphibien auf und suchen sie ebenfalls ihre Plätze im Inneren der Arche. Langsam aber sicher beginnt sich dieser zu füllen und Noah ahnt, dass ihm nicht mehr sehr viel Zeit bleiben wird, bis die große Flut kommt.
Und Noah hat noch etwas anderes zu tun. Damit seine Söhne Ham und Japhet nicht mehr allein sind, macht er sich auf zur Siedlung der Kinder Kains, um Frauen für seine Söhne zu finden. Der Anblick, der sich ihm dort bietet, lässt ihm jedoch das Blut in den Adern gefrieren. Er erlebt eine grausame und rücksichtslose Gesellschaft. Die Menschen dort sind völlig verroht und für ein Stück Fleisch sogar bereit, ihresgleichen zu opfern. Nun versteht Noah, warum der Schöpfer sie zur Strafe vernichten will. Entäuscht und angewidert kehrt er zur Arche zurück. Als Ham seinen Vater ohne die versprochene Frau zurückkehren sieht, ist er nicht nur maßlos entäuscht, sondern es entbrennt auch ein heftiger Streit. Dies bleibt auch Noahs Frau nicht verborgen. Nameeh sorgt sich um ihre Söhne und schleicht sich heimlich davon, um sich Rat bei Methusalem zu holen. Sie bittet den alten Mann darum, dass ihre Söhne doch noch Frauen finden, damit das Geschlecht Seths nicht mit ihnen ausstirbt. Direkt kann Methusalem hier nicht eingreifen, doch er hat eigene Pläne, wie er das Fortbestehen seiner Sippe sichern kann.
Zur gleichen Zeit, beschließt Ham, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Er macht sich auf den Weg zur Siedlung, um selbst nach einer Frau für sich zu suchen. Zwischen all den fremden bösartigen Menschen und in dem ganzen ihm unbekannten Trubel fühlt Ham sich sichtlich unwohl, doch da entdeckt er in einer Grube eine junge Frau. Behutsam nähert er sich ihr. Zuerst will das völlig verängstigte Mädchen ihn wegjagen, doch als sie erkennt, dass von Ham keine Gefahr ausgeht, lässt sie zu, dass er sich zu ihr setzt und mit ihr redet. Das Mädchen heißt Na'el und die beiden finden Gefallen aneinander. 


In der Zwischenzeit sind auch die letzten Tiere, die Säugetiere, an der Arche eingetroffen und im Inneren des Schiffs ist nun jeder Platz belegt. Noah weiß, dass der Regen nun jeden Moment einsetzen kann, als ihm auffällt, dass Ham verschwunden ist. Sofort machen er und Ila sich auf die Suche. Während Noah den Weg in Richtung der Siedlung einschlägt, sucht Ila im Wald. Dort trifft sich völlig unverhofft auf Methusalem. Der alte Mann hat seine Höhle verlassen, um nach Nahrung zu suchen. Als er Ila entdeckt, begrüßt er sie herzlich und bittet sie, ihr seinen Segen geben zu dürfen. Ila willigt etwas verwirrt ein und merkt, wie eine Veränderung in ihr vorgeht.
Plötzlich beginnt es zu regnen und Ila macht sich eilig auf den Rückweg zur Arche. Methusalem bleibt zufrieden zurück. Mit dem einsetzenden Regen bricht Hektik in der Siedlung der Kinder Kains aus. Ham, der weiß, was der Regen zu bedeuten hat, nimmt Na'el mit sich und macht sich ebenfalls auf den Weg zurück zur Arche. Der Regen wird immer stärker und auch die Kinder Kains schlagen den Weg zu Noahs Boot ein. In wilder Panik fliehen sie vor dem Wasser und treiben Ham und Na'el vor sich her. Auf halber Strecke trifft das Pärchen auf Noah, der glücklich ist, seine Sohn zu sehen, aber Na'el kaum Beachtung schenkt. Als er sieht, wer seinem Sohn dicht auf den Fersen ist, rennen die Drei in Richtung Schiff. Als Na'el stolpert und fällt, will Ham umkehren, um sie zu holen, doch sein Vater hält ihn zurück. Noah will seinen Sohn retten, das Mädchen ist ihm egal. Entsetzt muss Ham mitansehen, wie Na'el von der panischen Menschenmasse niedergetrampelt wird. Als Noah und Ham die Lichtung erreichen, sehen sie, dass die Wächter einen Verteidigungsring um die Arche geschlossen haben. Bereit, alle zu töten, die das Schiff stürmen wollen. Zögerlich bleiben die Kinder Kains bei diesem Anblick auf Abstand, doch der Regen wird immer heftiger und ihr Anführer Kubal-Cain treibt sie an. Als die ersten Krieger auf die Wächter prallen, entbrennt ein erbitterter Kampf. Zuerst sieht es so aus, als würden die menschlichen Krieger den Steinriesen nichts anhaben können. Doch mit großer Sorge beobachten Noah und seine Familie, wie ein Wächter zu Fall gebracht und in Stücke geschlagen wird. Zum Schluß ist nur noch ein Wächter übrig, der verzweifelt versucht, den nicht kleiner werdenden Strom Menschen aufzuhalten. Schließlich fällt auch er im Kampf und Noah und seine Söhne rüsten sich zur Verteidigung. 
Angesichts der großen Übermacht schwinden schnell ihre Kräfte, als sich plötzlich der Boden öffnet und riesige Wasserfontänen emporschießen. Schnell ist ein Großteil der Gegner weggespült und Noah kann sich endlich mit seiner Familie in die Arche zurückziehen. In dem ganzen Chaos ist es Kubal-Cain tatsächlich gelungen, verletzt aber unbemerkt an Bord zu gelangen.


So finster wie es im Inneren der Arche ist, so ist auch die Stimmung der Familie. Tagelang sind die Schreie der Ertrinkenden zu hören, bis endlich absolute Stille herrscht. 
Ham, der immer noch wütend auf seinen Vater ist, entdeckt in einer abgelegenen Ecke des Schiffes den verwundeten Kubal-Cain. Dieser kann den Jungen geschickt davon überzeugen, ihn nicht zu verraten, sondern ihm zu helfen. Und auch Ila fühlt sich nicht gut. Zur großen Verwunderung aller, ist sie schwanger. Doch die Freude darüber teilen nicht alle. Noah ist darüber äußerst aufgebracht, widersetzen sie sich damit doch dem Willen des Schöpfers. Stumm brütet er vor sich hin und überlegt, was zu tun ist. Er fasst einen folgenschweren Entschluß und erklärt, dass er das Neugeborene töten wird, sofern es als Mädchen zur Welt kommt. Er will beugt sich damit dem Willen des Schöpfers und verhindert, dass sich die Menschen erneut fortpflanzen. Alle sind zutiefst entsetzt über seine Worte und Shem schwört, seinen Vater zu töten, sollte er sein Kind anfassen. 
Die Zeit vergeht, der Tag der Geburt rückt immer näher und auch der blinde Passagier hat sich zum größten Teil von seinen Verletzungen erholt. Obwohl noch kein Land in Sicht ist, beschließen Shem und Ila die Arche zu verlassen. Mit einem Floß und Vorräten wollen sie aufbrechen und so ihr Kind retten. Doch soweit kommt es nicht. Als Noah von ihrem Plan erfährt, steckt er kurzer Hand das Floß in Brand. In dem ganzen Tumult sieht Kubal-Cain seine Chance gekommen. Er befiehlt Ham, seinen Vater in den hinteren Teil des Schiffes zu locken, damit er ihn übewältigen und töten kann. Ham gehorcht und lockt seinen Vater unter einem Vorwand direkt zu Kubal-Cain. Dieser stürzt sich auf Noah und ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt. Doch als Kubal-Cain Noah töten will, greift Ham ein und rettet seinen Vater. 
Vor lauter Aufregung, setzen bei Ila die Wehen ein. Sie bringt Zwillinge zur Welt, beides Mädchen. Verzweifelt versucht Nameeh ihren Mann davon zu überzeugen, dass es sich bei den Säuglingen um Jungen handelt, doch Noah lässt sich nicht hinters Licht führen. Ila flüchtet sich mit ihren Kindern an Deck des Schiffes, doch Noah holt sie ein und geht mit erhobenem Messer auf sie los. Unter Tränen bittet Ila ihn darum, ihre Kinder nicht leiden zu lassen und sie schnell zu töten. Da lässt Noah das Messer sinken. 
Und es gibt weiteren Grund zur Hoffnung, als einer der Vögel mit einem Zweig im Schnabel zur Arche zurückkehrt. Tatsächlich stoßen sie bald auf Land und endlich können alle an Land gehen und die Tiere können ihrer Wege gehen. 
Noah allerdings scheint nicht zufrieden zu sein. Er sondert sich von seiner Familie ab und lebt allein in einer Höhle am Strand. Eines Tages besucht Ila ihn dort und dankt ihm dafür, dass er ihre Töchter verschont hat. Als Noah erkennt, wie zufrieden und glücklich seine Familie hier in ihrem neuen Zuhause lebt, beschließt er, zu ihnen zurückzukehren.
Ham hingegen beschließt, seine Familie zu verlassen und allein durch die neue Welt zu ziehen. 


Fazit:
Wer einen bibeltreuen Monumentalfilm erwartet, der wird anfangs vermutlich genauso schockiert sein wie ich. Wenn man sich aber auch diese Interpretation der Geschichte einlässt, dann bekommt man einen recht schonungslosen und bildgewaltigen Film geliefert. Stellenweise etwas langsatmig geraten, aber in seiner Darstellung umso drastischer, wirkt der Film deshalb noch lange nach.
Ich habe mich mehr als einmal gefragt: "Stand das wirklich SO in der Bibel?"
Also auch durchaus eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, wenn man sich die Ernsthaftigkeit, die dahintersteckt, bewusst macht.
Die Darsteller fand ich durch die Bank weg alle sehr glaubwürdig, auch wenn mir Russell Crowe teilweise zu fanatisch rüberkam.
Ansehen lohnt sich auf jeden Fall, wenn man weiß, worauf man sich einlässt.

Samstag, 29. März 2014

300: Rise of an Empire (USA 2014)

Darsteller: Sullivan Stapleton, Eva Green, Rodrigo Santoro, Lena Headey, Hans Matheson
Regie: Zack Snyder


Die Schlacht von Marathon:
bevor die Perser ihre Invasion in Griechenland richtig beginnen können, werden sie von der athenischen Armee angegriffen und dem Heerführer Themistokles gelingt es, den perischen König Darius tödlich zu verwunden. Dessen Sohn Xerxes muss alles hilflos mitansehen.
Während König Darius im sterben liegt und der junge Prinz in tiefer Verzweiflung versinkt, sieht Artemisia, die Befehlshaberin der persichen Flotte, ihre Zeit der Rache gekommen.
Selbst in Griechenland geboren, wurde ihre ganzes Dorf von Hopliten zerstört und niedergebrannt. Artemisia haben sie mitgenommen und als Sklavin gehalten. Eines Tages ist ein Perser auf sie aufmerksam geworden, hat sie bei sich aufgenommen und sie in persischer Kampfkunst und militärischer Führung ausgebildet. Aufgrund ihrer Vergangenheit hat sie nicht viel für ihre griechischen Landsleute übrig und würde gerne deren Untergang miterleben.
Von ihren Rachegelüsten getrieben, macht sie Xerxes zu ihrem Werkzeug, so dass er bald nur noch ihr vertraut. Und um die ultimative Macht des persischen Reiches zu demonstrieren, soll er zum Gottkönig werden. Dazu schickt Artimisia den jungen König in geweihte Leinentücher gewickelt in die Wüste. Tagelang irrt Xerxes orientierungslos umher, bis er zu einer Höhle gelangt. Dort im Innern werden seine Gebete erhört und die Transformation zum Gottkönig vollendet. Als Xerxes an den persischen Hof zurückkehrt, hat er sich nicht nur optisch komplett verändert. Er hat nur noch ein Ziel vor Augen: Griechenland ein für alle Mal zu unterwerfen. Während er seine gigantische Armee über Land führt, schickt er Artemisia mit der mächtigen Kriegsflotte los. 
Dank eines geschickt eingeschmuggelten Spions, erfahren die Griechen, was da auf sie zukommt und wo die Flotte voraussichtlich landen wird. Doch da die einzelnen Stadtstaaten untereinander zerstritten sind, herrscht Uneinigkeit darüber, wie die Verteidigung der Küste aussehen soll.


Themistokles reist nach Sparta und erhofft sich, dort Verbündete im Kampf gegen die Perser zu finden. Doch König Leonidas verfolgt eigene Pläne und bespricht sich gerade mit dem Orakel, als der athenische General eintrifft. Königin Gorgo empfängt den Gast anstelle ihres Gatten und macht Themistokles unmissverständlich klar, dass Sparta keinerlei Interesse daran hat, Griechenland zu unterstützen. Sparta wird keine Krieger oder Schiffe zur Verteidigung schicken. Entäuscht zieht Themistokles wieder ab. 
Und so steht er mit einer kleinen Flotte athenischer Schiffe, dem ersten Angriff der Perser allein gegenüber.
Artemisia nimmt den kleinen Verteidigungsring mit einer gewissen Belustigung zur Kenntnis und verspricht ihren Offizieren eine großzügige Belohnung, wenn sie die gegnerischen Schiffe zerstören. Doch Themistokles ist schlau und seine kleinen flinken Schiffe, sind den schweren Kriegsschiffen der Perser gegenüber im Vorteil. Und so kommt das, womit niemand so wirklich gerechnet hatte: die Griechen können die erste Seeschlacht für sich gewinnen und die Perser vorerst abwehren. Auch hierüber ist Artemisia noch leicht amüsiert, denn sie weiß genau, dass die Griechen der Gesamtmacht ihrer persichen Flotte nichts entgegenzusetzen haben.

Im griechischen Lager erreicht Themistokles am Abend die Nachricht, dass König Leonidas von Sparta mit 300 seiner besten Krieger auf dem Weg zu den Thermopylen ist, um sich der persischen Armee entgegenzustellen. Ein recht aussichtsloses Unterfangen, auch wenn die Spartiaten die besten Krieger des ganzen Landes sind. Aber vielleicht können sie Xerxes lange genug aufhalten, um den Griechen Zeit für die weitere Verteidigung zu verschaffen. 

Am nächsten Morgen stellen sich die Athener erneut Artemisias Flotte entgegen. Dieses Mal setzt Themistokles auf eine andere Taktik. Er täuscht einen Rückzug vor und nutzt geschickt den aufkommenden Morgennebel, um die gegnerischen Schiffe in flache Gewässer zu locken. Bevor die hochmütigen Perser merken, wie ihnen geschieht, sind sie schon auf Felsen aufgelaufen und gesunken.
Auch die zweite Seeschlacht kann Themistokles für sich gewinnen, während auch die Spartiaten an Land den ersten Angriff abwehren und ihre Stellung halten konnten.


An diesem Abend erreicht ein Ruderboot mit einem persischen Abgesandten Themistokles in seinem Lager. Artemisia lädt ihn zu Verhandlungen auf ihr Kommandoschiff ein. Obwohl seine Offiziere der Einladung äußerst skeptisch gegenüber stehen, willigt Themistokles ein und begibt sich unbewaffnet zu Artemisia. Diese erwartet den feindlichen Heerführer bereits ungeduldig. Sie zeigt sich von Themistokles Siegen beeindruckt und will ihn davon überzeugen, sich mit ihr zusammen zu schließen. Gemeinsam könnten sie das persische Reich noch mächtiger machen und zu unzähligen Siegen führen. Ausserdem könnte Themistokles eine der mächtigsten Kriegsflotten befehligen und zu unendlichem Ruhm und Reichtum kommen. Um Themistokles von ihrem Plan zu überzeugen, setzt Artemisia geschickt die Waffen einer Frau ein und verführt ihn. Doch Themistokles denkt gar nicht daran, die Verteidigung Griechenlands aufzugeben und lehnt das verführerische Angebot ab.

Wohl wissend, dass Artemisias gekränkter Stolz durch seine Ablehnung fürchterliche Konsequenzen haben wird, bereitet sich die kleine griechische Flotte auf den erneuten Angriff der Perser vor. 
Und Themistokles Befürchtungen bewahrheiten sich. Waren die ersten beiden Schlachten nur reines Vorgeplänkel, so demonstriert Artemisia jetzt die ganze Macht der persischen Flotte und macht ihrem Ruf als Xerxes gefürchtester Herrführer alle Ehre.
Sie schickt den Griechen monströse Kriegsmaschinen entgegen und beschädigt oder versenkt mit der Hilfe von Schwarzpulver sämtliche Schiffe ihrer Gegner. Auch Themistokles Kommandoschiff fällt einem solchen Angriff zum Opfer und sinkt. Mit Genugtuung nimmt Artemisia dies zur Kenntnis und denkt ihr Widersacher liegt tot am Grund des Meeres. 
Und das sind leider nicht die einzigen schlechten Nachrichten: König Leonidas und seine 300 wurden aus den eigenen Reihen verraten und alle sind tot. Xerxes Armee marschiert in Richtung Athen.
Doch Themistokles und eine handvoll seiner Männer haben das Massaker überlebt.
Der persische Gottkönig Xerxes ist unterdessen äußerst zufrieden mit seinem Sieg über Leonidas und erst recht ist er zufrieden mit Artemisias Sieg über die athenische Flotte. Die Unterwerfung Griechenlands und Rache für seinen Vater scheint für ihn in greifbarer Nähe. Xerxes schickt den Verräter Ephialtes nach Athen, um die Bedingungen für eine Kapitulation zu überbringen. Ephialtes war es, der Leonidas verraten hat und somit für den Tod der Spartiaten verantwortlich ist. Dementsprechend kühl ist der Empfang im Senat von Athen.


Dort hat sich die Situation nicht verbessert. Die Fronten sind immer noch verhärtet und angesichts der Tatsache, dass Xerxes Armee jetzt unaufhaltsam Richtung Athen marschiert, werden erste Gedanken zur Kapitulation laut. Doch Themistokles will davon nichts wissen, er ist fest entschlossen Griechenland bis zum letzten Mann zu verteidigen. Und so macht er sich erneut auf den Weg, um Verbündete für sein Vorhaben zu gewinnen. Erneut führt ihn sein Weg nach Sparta, in dem nach Leonidas Tod und dem seiner 300 Krieger tiefe Trauer herrscht. Themistokles erhält wieder eine Audienz bei Königin Gorgo, doch diese macht ihm unmissverständlich klar, dass Sparta keine Kriegsschiffe schicken wird. Das Opfer von Leonidas zum Schutz Spartas und Griechenlands war ihn ihren Augen groß genug. Themistokles überreicht ihr zum Abschied Leonidas Schwert, mit den Worten: "Räche ihn!"

Nachdem Themistokles Sparta wieder verlassen hat, trifft er auf Daxus und seine Arkadier. Sie hatten sich Leonidas angeschlossen, um ihm bei der Verteidigung der Thermopylen beizustehen. Doch gegen die Übermacht der Perser hatten sie keine Chance und sind nun auf dem Rückweg. Auch hier erhofft sich Themistokles Unterstützung für sein Vorhaben, doch anhand der Tatsache, dass die Arkadier bereits an den Thermopylen gekämpft haben, hat er wenig Hoffnung auf deren Schiffe.

Zurück in Athen, berichtet Themistokles von seinem aussichtslosen Unterfangen. Man beschließt, den Rest der athenischen Flotte in der Bucht von Salamis zusammen zu ziehen und die Verteidigung Athens ganz aufzugeben, da die Stadt gegen Xerxes Streitmacht nicht zu halten ist.
All dies belauscht Ephialtes und kehrt mit diesen Informationen in Xerxes Lager zurück. Dieser hat bereits Athen erreicht und die ganze Stadt niedergebrannt. Als Ephialtes berichtet, was er mit angehört hat, will Artemisia sofort mit ihrer Flotte aufbrechen, um Themistokles den Rest zu geben. Xerxes steht der Sache eher skeptisch gegenüber und befürchtet, Themistokles könnte ihnen erneut eine Falle stellen. Er kann Artemisia jedoch nicht aufhalten, zu groß ist ihr Hass auf den athenischen Heerführer.


In der Bucht von Salamis erwartet Themistokles Artemisias Schiffe bereits. Er weiß zwar, dass die Chancen auf einen erneuten Sieg gering sind, doch sollte es ihm gelingen, Artemisia zu töten, wäre die persischen Flotte führerlos und verwundbar.  Als die persischen Schiffe in der Bucht auftauchen, gehen die Griechen auf Kollisionskurs, denn ihr Vorteil liegt jetzt im Nahkampf. Um Artemisias Kommandoschiff zu erreichen, hat Themistokles eine äußerst waghalsige Idee: er hat sein Pferd mit an Bord und als sich die ersten Schiffe ineinander schieben, reitet er los. Mitten durch das Gewirr aus verkanteten Schiffen und kämpfenden Männern, immer sein Ziel vor Augen. Tatsächlich erreicht er Artemisia und ein erbitterter Zweikampf beginnt. Fast am Ende ihrer Kräfte, sieht Artemisia plötzlich weitere Schiffe am Horizont auftauchen. Sparta und Arkadien haben ihre Flotten geschickt und führen damit eine unerwartete Wendung herbei. Xerxes, der die Seeschlacht von einem Felsen aus beobachtet, wendet sich ab und überlässt seine Flotte ihrem Schicksal. Themistokles bittet Artemisia, sich zu ergeben, doch sie lehnt ab und er tötet sie daraufhin. Mit dem Tod ihrer Kommandantin und dem auftauchen der weiteren gegnerischen Schiffe, bricht Chaos in der persischen Flotte aus. 

Zum Schluss sieht man Königin Gorgo, die die spartanische Flotte anführt, und Themistokles Seite an Seite, wie sie sich in die tobende Schlacht stürzen.
Und auch an Land sieht es für Xerxes nicht mehr so gut aus, als sich ihm eine riesige Armee des vereinten Griechenlands entgegenstellt.


Fazit:
aufgrund des Vorgängers, waren meine Erwartungen an den Film relativ hoch und leider war ich von dem Ergebnis relativ entäuscht. Auch wenn hier die gleichen Macher am Werke waren, wie bei '300', so kann dieser Film dem Vorgänger nicht das Wasser reichen. Allein schon in der Optik unterscheiden sie sich im wahrsten Sinne des Wortes wie Tag und Nacht, was daran liegen dürfte, dass bei 'Rise of an Empire' stark auf die 3D-Effekte Wert gelegt wurde. Ich bin sowieso kein großer Fan von 3D und hier hat es mich einfach nur noch genervt. 
Herausragend fand ich allerdings Eva Green als Artemisia. Sie hat einen hervorragenden weiblichen Bösewicht abgegeben.
Auch wenn die Story prinzipiell genauso fesselnd ist, wie bei '300', wirkt der Film von seiner Art her eher wie stumpfes 0815-Gemetzel. Hier wurde eindeutig sehr viel Potential verschenkt.